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Panzer, Schrott und harte Kerle

Category
Technik
Production information
Dokumentation
Produced in (country)
D
Produced in (year)
2015
Description
Mit dem Schneidbrenner rücken sie dem stählernen Schwergewicht zu Leibe – Ronald Kirschner und seine Demonteure haben sich auf das Zerlegen von Panzern spezialisiert. Auf dem Panzerschrottplatz im thüringischen Rockensussra zerlegen die Männer rund elf Panzer im Monat. Es ist eine schweisstreibende und auch gefährliche Arbeit: Immer wieder stossen Kirschner und sein Team beim Zerlegen der schweren Kriegsfahrzeuge auf Munition. Bei der geringsten Berührung mit Feuer kann sie explodieren. Kanone, Turm, Laufwerk, Motor – jedes Teil gilt für sich als Waffe und muss gesondert ausgebaut werden. Die kleinere und mobilere Bundeswehr von heute braucht weniger und vor allem andere Kampffahrzeuge. Damit hat ein Grossteil der alten Panzer ausgedient. Über die Verschrottung muss Ronald Kirschner genau Rechenschaft ablegen – im 'Kriegswaffenkontrollbuch'. Ein Oberstleutnant der Bundeswehr überwacht jede Demontage. Doch nicht jedes Gefährt wird verschrottet – ein Landwirt aus der Nachbarschaft nutzt einen demilitarisierten Panzer für praktische Dinge: Er reisst damit Bäume aus oder schleppt liegen gebliebene Erntemaschinen ab. Einmal im Jahr veranstalten Kirschner und seine Männer einen Tag der offenen Tür. Dort treffen Schrauber, Bastler und Panzerfreaks aufeinander. 'Doch auch Familien mit Kindern kommen hierher, um Schnäppchen zu erstehen', so Ronald Kirschner. 'Die Motorwanne beispielsweise eignet sich hervorragend als kleiner Swimmingpool.' In ihrem Film begleiten Hannes Agena und Heiko Seibt die Panzerknacker von Rockensussra beim Zerlegen der einstigen Kriegswaffen und zeigen die vielfältigen zivilen Einsatzmöglichkeiten der Fahrzeuge und ihrer Einzelteile.