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  1. Angriff auf die Demokratie – Wurde der Brexit gekauft?

    Category
    Politik Inland
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Die britische Wahlkommission ist überzeugt: Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass grosse Teile der Gelder für eine Kampagne vor dem Brexit-Referendum aus dubiosen Quellen stammen. Im Fokus steht der britische Geschäftsmann Arron Banks, Strippenzieher und enger Freund des ehemaligen Ukip-Anführers Nigel Farage. Über seine Offshore-Konten sollen fast neun Millionen Pfund Spenden geflossen sein. Die Dokumentation geht der Frage nach: 'War das Brexit-Referendum ein Komplott mit dem Ziel, auch die Grenzen der Demokratie auszutesten?' Die Recherchen legen nahe, dass Wähler verdeckt und so effektiv wie möglich beeinflusst werden sollten. Autor Dirk Laabs verfolgt nicht nur die Geldströme, sondern redet mit Insidern aus der Kampagne und konfrontiert ihren Kopf, den ehemaligen Chef der Ukip, Nigel Farage. Farage redet im Interview mit dem ZDF auch darüber, welchen Einfluss US-amerikanische Berater auf die Kampagne hatten. Steve Bannon, früherer Berater von US-Präsident Trump, war einer der wichtigen Berater in diesem Spiel. Konkret geht es um millionenschwere Kredite, die die Pro-Brexit-Kampagne von Banks erhalten haben soll. Demnach stammte das Geld möglicherweise nicht von ihm selbst, sondern von Firmen mit Sitz auf der Isle of Man und in Gibraltar, die sich damit in den Wahlkampf eingemischt hätten. Mittlerweile ermittelt die National Crime Agency. Sie soll die bislang verschleierte Kampagnen-Finanzierung offenlegen. Nigel Farage spricht im Interview mit Autor Dirk Laabs ganz offen darüber, wie eng die Lager zusammengearbeitet haben und wie wichtig auch der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon für die Kampagne in Grossbritannien war: 'Zuvor hatte ich keinerlei Verbündete in den Medien, keine Stimme. Dann half uns Steve. Wenn du plötzlich mehrere Stimmen auf deiner Seite hast, ändert das alles.' Farage berichtet, er und Steve Bannon hätten verstanden, dass 'die Menschen sich manchmal 'eine Abrissbirne' wünschen, die das alte System der 'pompösen Politiker' zerstört'. Ein Whistleblower, der für die Leave-Kampagne gearbeitet hat, ist überzeugt: 'Die verschiedenen Brexit-Kampagnen brachen die Gesetze, griffen dabei auf ein ganzes Netzwerk von Firmen zurück, um mehr Geld ausgeben zu können. Ohne diese Betrügereien wäre das EU-Referendum anders ausgegangen.' Autor Dirk Laabs geht in der Dokumentation den Fragen nach: Mit welchen fragwürdigen Methoden wurde die Mehrheit der Briten vom Brexit überzeugt? Welche Interessen und Profiteure stecken dahinter? Und Laabs fragt bei Akteuren in Brüssel nach, welche Massnahmen mit Blick auf die Europawahl ergriffen werden sollten und überhaupt könnten, um den Digital-Wahlkampf der Zukunft zu regulieren oder kontrollierbarer zu machen.
    Rerun
    W
  2. Mr. Brexit: Boris Johnsons Weg in die Downing Street

    Category
    Politik Inland
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    GB
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Mit Boris Johnson wird einer der schillerndsten Politiker Grossbritanniens neuer Premier. Er war das Zugpferd der Brexit-Bewegung. Viele halten Boris Johnson für die entscheidende Person beim Ausgang des EU-Referendums. Yacin Hehrlein porträtiert den neuen Premier auf seinem Weg raus aus Europa – rein in die Downing Street.
    Rerun
    W
  3. Hinter den Kulissen des Brexit

    Protokoll einer Scheidung

    Category
    Politik Inland
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Ein Fernsehteam hatte die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Brexit-Verhandlungen auf Seiten des EU-Parlaments zu schauen. Dabei erhielt es ungeschminkte Einblicke in den Austrittsprozess. Über zwei Jahre begleitete der belgische Filmemacher Lode Desmet den Chefunterhändler des europäischen Parlaments, Guy Verhofstadt, und dessen Team bei den Brexit-Verhandlungen. Ohne Zustimmung des EU-Parlaments kann ein Brexit-Abkommen nicht in Kraft treten. Von Anfang an hat die EU bei den Brexit-Gesprächen mit der Uneinigkeit auf Seiten der Briten zu kämpfen. Dort finden sich neben den gemässigten Befürwortern des Brexits und Hardlinern auch Pro-Europäer. Sie schaffen es kaum, sich auf eine einheitliche Position zu einigen. Bis zum Schluss werden die Verhandlungen dadurch extrem erschwert. Der Film zeigt, wie innerhalb der EU und vor allem auf Seiten der Brexit-Steuerungsgruppe des EU-Parlaments damit umgegangen wird. Nicht immer wird auch dort mit offenen Karten gespielt. Es kommt vor, dass Details über den Stand der Verhandlungen und der Diskussionen an Zeitungen durchgesteckt werden. Indiskretionen, die den Zusammenhalt der Brexit-Steuerungsgruppe gefährden. Zum Brexit-Koordinator des Europäischen Parlaments und somit zum Vorsitzenden der sechsköpfigen Brexit-Steuerungsgruppe wurde Guy Verhofstadt ernannt. Der Liberaldemokrat war von 1999 bis 2008 Ministerpräsident von Belgien. Er ist überzeugter Europäer und kämpft – trotz des Ausscheidens von Grossbritannien – für eine Stärkung der EU. Sein Ziel: die Vereinigten Staaten von Europa. Guy Verhofstadt und sein Team standen während der vergangenen zwei Jahre im Zentrum der Ereignisse um den EU-Austritt Grossbritanniens. Verhandelt wird der Brexit auf Seiten der EU von dem Franzosen Michel Barnier (EVP). Mit ihm steht Guy Verhofstadt im engen Austausch. Immer wieder ging es unter anderem um die Streitpunkte Bürgerrechte, Finanzen und eine mögliche neue Grenze zwischen Irland und Nordirland (Backstop). Der Autor Lode Desmet war bei vielen vertraulichen Treffen zwischen Barniers Team und der Brexit-Steuerungsgruppe mit der Kamera dabei. Dort wurde offen über Fortschritte und Hindernisse bei den Verhandlungen berichtet und der Stand der Dinge diskutiert. Und immer wieder taucht bei EU-Verhandlern die Frage auf, was die britische Seite eigentlich erreichen will und was am Ende herauskommt. Deal oder harter Brexit? Für alle Beteiligten eine nervenaufreibende Zeit.
    Rerun
    W
  4. Die sieben grössten Gefahren für die EU

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Die Briten sagen 'Goodbye', nationale Kräfte sehen sich im Aufwind, und die Fronten in der Flüchtlingspolitik sind verhärtet: Steht die EU kurz vor dem Aus, wie Populisten düster prophezeien? Ein Europa ohne EU klingt unvorstellbar. Doch die Bedrohung scheint real. Im Weissen Haus sitzt ein Mann, für den die EU ein Gegner ist und den es mit Sanktionen in die Schranken zu weisen gilt. Europas Feinde, sie beziehen auch im Inneren Stellung, hoffen auf mehr Macht im Europaparlament oder könnten mit Alleingängen, wie in Italien, die nächste Eurokrise heraufbeschwören. Politiker appellieren an die Einheit, doch Lösungen sind nicht in Sicht. Stattdessen brodeln weitere Krisenherde vor sich hin – und über allem schwebt die Frage: Ist die EU noch zu retten? Die Dokumentation 'Die sieben grössten Gefahren für die EU' fasst zusammen, woran die Europäische Union zu zerbrechen droht, und nimmt diese Gefahren genauer unter die Lupe. Heute diene die EU vielen vor allem als Sündenbock, wenn es mal nicht gut läuft, meint Martin Schulz, langjähriger Präsident des Europaparlaments und nun SPD-Bundestagsabgeordneter. Neben Martin Schulz sind in der Dokumentation Entscheidungsträger wie Martin Selmayr zu sehen – als Generalsekretär einer der mächtigsten Männer in der Europäischen Kommission. Der Film lässt aber auch die Menschen zu Wort kommen, die mit ihrer Arbeit den ganz normalen EU-Betrieb am Laufen halten. Abseits der grossen politischen Bühne begegnen sie täglich den Mächtigen Europas. Nicht nur das Brüsseler Machtgefüge liegt im Fokus: Wie zufrieden sind die Menschen, auf deren Leben die Entscheidungen aus ebenjenen Institutionen Auswirkungen haben? Dieser Frage geht der Film unter anderem auf einem der grössten Protestmärsche Londons seit 15 Jahren nach. Die 24-jährige Britin Madeleina Kay sieht sich durch den Brexit um ihre Zukunft betrogen – fühlt sich aber auch von den Entscheidungsträgern aus Brüssel im Stich gelassen. Auf Lesbos sei die EU gescheitert, sagt der Schweizer Basil. Mit anderen Freiwilligen dokumentiert er die Rettung von Flüchtlingen im Ägäischen Meer. Der EU-Türkei-Deal hat seiner Meinung nach nichts verbessert.
    Rerun
    W
  5. Die sieben grössten Fehler der EU

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Der aktuelle Zustand der EU ist besorgniserregend. Der Film geht der Frage nach, welche Weichen in der Vergangenheit falsch gestellt wurden, und macht sieben markante Wendepunkte aus. Der Antikommunismus als Gründungsmotivation, das Demokratiedefizit, die Regulierungswut, die Sonderwege einzelner Staaten, die Aufnahme Griechenlands, der Euro und die Osterweiterung 2004. Neben neuen Aufnahmen und Archivmaterial tragen O-Töne von Experten und Entscheidungsträgern sowie Grafiken zur Aufklärung bei.
    Rerun
    W
  6. heute Xpress

    Category
    Nachrichten
    Production information
    Nachrichten
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    In dieser Kurzversion der ZDF-Nachrichtensendung werden die Zuschauer über die wichtigsten Ereignisse des Tages aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur informiert.
  7. Belfast – die gute neue Zeit

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Nordirland macht wieder Schlagzeilen. Als Stolperstein in den Brexit-Verhandlungen und als Schauplatz terroristischer Anschläge. Doch die Hauptstadt Belfast will sich nicht bremsen lassen. Nach 21 Jahren Friedensprozess boomt Nordirlands Metropole. Die Belfaster sind dankbar für einen gewaltfreien Alltag. Aber noch immer durchziehen Mauern die Stadt, werden Tore verschlossen. Und nun lässt der Brexit alte Spannungen wieder aufleben.
  8. Die Pfandjäger

    Warum Menschen Flaschen sammeln

    Category
    Menschen
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    In den letzten Jahren hat sich das Flaschensammeln zu einem gesellschaftlichen Phänomen entwickelt: Warum wühlen Menschen für ein paar Cent in Mülleimern? '37°' begleitet drei Pfandjäger. Burkhard (79), Nicole (57) und Bruno (70) bessern mit dem Pfand nicht nur ihre schmale Haushaltskasse auf. Sie schätzen am Flaschensammeln auch die Bewegung, die sozialen Kontakte und die feste Tagesstruktur. Alle drei sind Flaschensammler aus Überzeugung. Burkhard aus Hannover ist ein klassischer 'Lebenskünstler': Er hat als Bildhauer gearbeitet, einen Flohmarkt organisiert, war Musiker. Seit fast zwölf Jahren – seit er eine kleine Rente bezieht – sammelt Burkhard nachts am 'Café Glocksee' die Pfandflaschen des Partyvolks. Mit seinem Einkaufswagen steht Burkhard im Hof und unterhält sich mit den jungen Leuten. Inzwischen ist er dort zu einer Art Kultfigur geworden. Das Flaschensammeln hilft Burkhard, seinen Tag zu strukturieren: 'Jetzt ist Flaschensammel-Zeit, dann Flaschenwegbring-Zeit, so hat man immer was zu tun. Und so ist man im Leben drin, ich könnte mir nicht vorstellen, im Altersheim am Stadtrand darauf zu warten, dass das Essen kommt.' Burkhard lebt allein, seine sozialen Kontakte finden hauptsächlich im Umfeld des Cafés statt. 2017 hatte Burkhard einen Herzinfarkt, seitdem braucht er mehr Ruhe und ist nicht mehr so fit: 'Das Flaschensammeln bringt mich in Bewegung, raus aus dem Haus, unter Menschen. Das tut mir gut, sonst wird man immer schlaffer. Und dann verdiene ich auch noch ein bisschen was dabei.' Aber wie lange wird Burkhard das noch gesundheitlich schaffen? Nicole stammt aus Düsseldorf. 'Am Anfang hatte ich massive Hemmungen, in einen Mülleimer zu greifen. Aber wenn Sie nicht reingreifen, kriegen Sie nichts, da muss man drüber weg. Manche Leute gucken dann weg, andere gucken mitleidig, aber meistens wird man gar nicht gesehen – weil Armut unsichtbar macht.' Seit 2011 ist die diplomierte Sozialarbeiterin aufgrund eines schweren Rückenleidens und eines Wirbelimplantates erwerbsunfähig. Sie kann keinem normalen Job mehr nachgehen, weil sie unter chronischen Schmerzen leidet. Und plötzlich blieben der alleinerziehenden Mutter nach Abzug ihrer Fixkosten nur noch knapp 100 Euro im Monat. So begann sie mit dem Pfandsammeln: 'Ich kann nichts anderes machen, aber das ist eine ehrliche Arbeit. Ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen, ich prostituiere mich nicht. Wofür sollte ich mich schämen?' Nicole ist es gewohnt, zu kämpfen, sich durchzubeissen. Ihr Sohn ist längst ausgezogen, aber Flaschen sammelt Nicole noch immer. So oft es ihre Gesundheit zulässt, verlässt sie um 4.30 Uhr ihre Wohnung in 'Arbeitskleidung' und sucht die Strassen ab, sie durchwühlt knapp 250 Mülleimer nach Leergut. 'Ich will mir einmal im Monat eine Tasse Kaffee leisten, ohne überlegen zu müssen, was ich morgen zu Mittag esse.' Bruno kommt an richtig guten Tagen auf einen Stundensatz von knapp fünf Euro. Acht Cent bringen Glasflaschen, 15 Cent Mehrwegflaschen und PET-Flaschen sogar 25 Cent: Edelpfand nennt er das. 'Das ist schon hart – andererseits liegt da bares Geld auf der Strasse, und das einfach liegen lassen? Kann ich auch nicht.' Brunos Revier ist die Reeperbahn auf St. Pauli. Er sammelt, wenn die anderen feiern: von Mitternacht bis morgens früh. 'Ich sammele, wenn es am ökonomischsten ist. Jetzt ist der meiste Krach, da kann ich eh nicht schlafen. Dann gehe ich halt spazieren, bleibe agil und verdiene dabei Geld.' Die Konkurrenz unter Pfandsammlern ist gross, nicht selten kommt es zu 'Revierkämpfen' untereinander. Und auch betrunkene Kiez-Besucher gehen die Sammler oft aggressiv an. Bruno versucht, sich aus allem Ärger rauszuhalten. 2008 kam er aus dem Osten nach Hamburg, um hier einen Job zu finden. Trotz seiner drei Ausbildungen fand er nichts, für ihn ein herber Schlag. Mit dem Pfandgeld besserte er seine Haushaltskasse auf. Inzwischen ist er in Rente und lebt von 800 Euro im Monat. 'Von dem Flaschengeld kann ich mir ab und zu ein Highlight gönnen, wie im Restaurant zu essen. Das tut der Seele gut, und danach geht es mir besser.' Die Miete in Hamburg kann er sich nicht mehr leisten, daher muss er umziehen, in eine kleine Wohnung im sächsischen Görlitz. Dort will er neu anfangen. Der Film taucht ein in das Flaschensammler-Milieu und begleitet Burkhard, Nicole und Bruno ein halbes Jahr lang in ihrem Alltag.
    Rerun
    W
  9. Schnäppchenjagd – Verloren, verpfändet, versteigert

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2016
    Description
    Fast jede Woche wechselt auf Auktionen der Leihhäuser und Fundbüros vieles den Besitzer. Kenner wissen, dass hier echte Schnäppchen winken: Laptops, Uhren und Smartphones – weit unter Wert. Die Reportage begleitet Versteigerer und ihre Kunden auf verschiedenen Auktionen: auf Kofferauktionen der Lufthansa und der Bahn, wo man das ersteigerte Gepäck erst nach Bezahlung öffnen darf, aber auch auf der Versteigerung in einer Pfandleihe in Nürnberg. Welche Schmuckstücke können die Schnäppchenjäger ergattern? Und haben sie nicht doch ein schlechtes Gewissen, wenn sie auf Dinge bieten, die eigentlich jemand anderem gehören? Wer hat am Ende den besten Kauf gemacht: Sind es Auktions-Neulinge oder erfahrene Händler? Und wie geht es denen, deren gepfändetes Eigentum unter den Hammer kommt? Eine Reportage über klamme Schuldner und Schnäppchenjäger im Bieterglück.
    Rerun
    W
  10. ZDF.reportage

    Themen: Letzter Ausweg Pfandleihhaus – Wenn das Geld knapp wird

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Wer ins Pfandleihhaus geht, braucht Geld, und zwar sofort! Dringend anstehende Reparaturen, offene Rechnungen – es gibt viele Gründe, ins Leihhaus zu gehen. Hier gibt es Bares ohne Schufa-Anfrage. Pfand und ein gültiger Ausweis genügen. Was nicht wieder ausgelöst werden kann, wird versteigert. Für den Pfandleiher ist die Geldnot fremder Menschen ein sicheres Geschäft: Die Nöte des einen sichern das Auskommen des anderen. Das Leihhaus Werdier ist wohl das älteste und einflussreichste im deutschen Pfandleihgeschäft. Seit 1918 gibt es hier Darlehen beziehungsweise Kredit gegen Pfand. Mit einer jährlichen Kreditgewährung von rund 30 Millionen Euro zählen sie zu den grössten und leistungsstärksten der über 100 Pfandkreditbetriebe in Deutschland. Tobias Struck und sein Bruder Florian sind die neueste Generation der Pfandleiher im Hause Werdier. Sie sind überall im Einsatz. Helfen auch in den mittlerweile fünf anderen Filialen aus, wenn Not am Mann ist. Fachwissen und eine gute Menschenkenntnis sind für ihren Beruf eine absolute Voraussetzung. Doch wie funktioniert das Geschäftsmodell eigentlich? Und warum kommen immer mehr Menschen ins Leihhaus und versetzen dort zum Teil wertvolle Erbstücke? Und nicht nur Schmuck, der Laptop oder die Playstation der Kinder werden beliehen, auch das eigene Auto wird kurzzeitig weggegeben, wenn ein finanzieller Engpass droht. 'Die Goldjungs' in Schleswig-Holstein haben sich, neben Edelmetall, auf die Beleihung von Fahrzeugen spezialisiert. Bei ihnen steht auch schon mal ein Landwirt in der Tür, der seinen Traktor beleihen möchte, oder der Unternehmer, der kurzfristig den Firmenwagen eintauschen will. Bis zu vier Monate haben die Kundinnen und Kunden im Leihhaus Zeit, um das Pfand wieder auszulösen. Was nicht wieder abgeholt wird, wird versteigert. Mehrmals im Jahr finden grosse öffentliche Auktionen statt. Ein fester Termin im Kalender vieler Händler und Schnäppchenjäger. Hier zeigt sich dann, ob die Pfandleiher die Wertgegenstände richtig taxiert haben. Ist das nicht der Fall, zahlt der Pfandleiher drauf. Lag er richtig, kann er die Kasse ausgleichen. Die 'ZDF.reportage' schaut hinter die Kulissen des Pfandleihhausgeschäfts. Warum es sich für wen lohnt.
    Rerun
    W
  11. ZDF.reportage

    Themen: Sammeln, betteln, musizieren – Der harte Alltag der Strassenkünstler

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Fussgängerzonen sind ihr Revier, Passanten ihr Publikum, die Münzen im Hut der Lohn. Sie sind Strassenkünstler und träumen längst nicht mehr von der ganz grossen Karriere. Hobbymusiker, Jongleure, Pantomime, Strassenmaler – Berufe für Überlebenskünstler: Jobs, bei denen das Geld auf der Strasse liegt, könnte man meinen. Doch es ist ein karger Lohn: Das Kleingeld, das ihnen Passanten spendieren, reicht kaum zum Leben. In München ist der Markt unter den Strassenmusikern hart umkämpft: Morgens um 8.00 Uhr müssen die Künstler erst einmal Schlange stehen. Barbara Breinl von der Stadtinformation entscheidet, wer auftreten darf und wer nicht. Maximal zehn Personen sind das pro Tag – fünf in der Vormittagsschicht und fünf am Nachmittag. Eine Genehmigung bekommt in der Regel, wer ganz vorne in der Reihe steht. Wer allerdings nicht mindestens drei vernünftige Stücke im Repertoire hat, sollte erst einmal weiter zu Hause üben, bevor er die Münchener Innenstadt beschallen darf. Stets unter den ersten Wartenden ist Alexander K. aus Polen, Statuen-Künstler und seit 15 Jahren in Deutschland. Man kennt ihn als 'bronzefarbenen Mann' aus der Münchener Innenstadt. Acht Stunden steht er dort, bei gutem Wetter – fast täglich. Sein Kostüm – mit vielen Accessoires – hat er für viel Geld selbst entworfen. Bis er sich fertig geschminkt und die bronzene Farbe sorgfältig auf allen freien Hautflächen verteilt hat, dauert es fast zwei Stunden. Ab 12.00 Uhr muss er sich für den Rest des Tages konzentrieren. Dann heisst es: nicht blinzeln, nicht lächeln und stets auf demselben Fleck verharren. Auch in Leipzig gibt es viele Strassenkünstler. Doch hier darf noch jeder auftreten, wer Spass daran hat. Gitarrist und Songwriter Falko Linss hofft, dass das so bleibt. Wenn eine höhere Instanz darüber entscheiden dürfte, ob er weiterhin in der Innenstadt spielen darf oder nicht, wäre das für ihn eine Art von Zensur. An die auferlegten Regeln hält er sich gern. Für ihn ist die Strasse ein Sprungbrett für noch viel mehr. Mitunter kann in angesagten Gegenden Strassenmusik den Anwohnern auch kolossal auf die Nerven gehen. Vor allem, wenn manche Musiker nur ein Lied richtig können und es stundenlang spielen. Ist dann endlich der eine weg, kommt der nächste. Die Reportage begleitet Strassenkünstler in ihrem harten Alltag.
    Rerun
    W
  12. Armes reiches Deutschland

    Wenn ein Job nicht reicht

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Morgens um 3.30 Uhr trägt Andrea M. Zeitungen aus, bei Wind und Wetter. Bis 6.00 Uhr ist sie unterwegs. Länger darf sie nicht brauchen, um 8.00 Uhr beginnt ihr Hauptjob – in einer Arztpraxis. Der Zustelldienst bringt Andrea rund 350 Euro im Monat. Geld, das sie braucht, um in München über die Runden zu kommen. Denn für immer mehr Menschen reicht ein Gehalt zum Leben nicht aus. Etwa fünf Prozent aller Erwerbstätigen haben einen angemeldeten Zweitjob. Das sind rund drei Millionen Multijobber. Viele von ihnen arbeiten im Hauptberuf vor allem in schlechter bezahlten Tätigkeiten von Handel und Service. Auch Janine Z. aus Duisburg sucht händeringend einen zweiten Job. Vor einem Jahr ging die Beziehung mit dem Vater ihres dreijährigen Sohnes Alesandro zu Ende, mit ihrem Sohn lebt sie in Duisburg. Janine arbeitet in Teilzeit als Einzelhandelskauffrau bei ALDI-Süd in Oberhausen. Eine Vollzeitstelle bekommt sie derzeit nicht. Und von der halben Stelle kann sie nicht leben. Sie würde fast alles machen: putzen, als Kurier fahren – egal. Doch die Arbeitssuche gestaltet sich als schwierig, da sie im Schichtdienst arbeitet. Deshalb ist sie nur begrenzt flexibel, was die Arbeitszeiten betrifft. Der Vater des Sohnes unterstützt sie, wo er kann, doch auch er arbeitet im Schichtdienst. Wenn Janine Spätschicht hat, dann holen entweder der Vater oder Oma und Opa den Kleinen ab. Ein zusätzliches Einkommen ist bitter nötig, aber ihren Jungen wird sie dann noch weniger sehen können. Andrea M. lebt bescheiden, für ihre Wohnung muss sie nur 540 Euro Miete zahlen, dank eines alten Mietvertrages. Aber mit dem Verdienst ihrer Halbtagsstelle in der Arztpraxis reicht es selbst für ein bescheidenes Leben in München nicht. Vor Kurzem hat sie eine Aushilfsstelle in einem Obstladen gefunden. Mit diesem Verdienst kann sie es sich leisten, im Winter keine Zeitungen zuzustellen. Andrea kommt klar, sie hat keine grossen Ansprüche.
  13. Hochbetrieb im Leihhaus – Letzter Ausweg für Verzweifelte

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Etwa eine Million Menschen nutzen jedes Jahr die Möglichkeit, in Pfandleihhäusern ihr Eigentum vorübergehend in Bargeld zu verwandeln, so zum Beispiel im 'Dobrzynski Leihhaus' in Mannheim. Laut Armutsbericht leben im Stadtkreis Mannheim die meisten Hartz-IV-Empfänger in ganz Baden-Württemberg. Sie bekommen keinen Kredit und verpfänden für schnelles Geld ihr Handy, die Playstation oder ihr neues Fahrrad, für das sie die letzten Monate gespart haben. Der Pfandschein ist für sie die Rettung in der Not. Auch in einer reichen Grossstadt wie München haben Leihhäuser Konjunktur, beispielsweise das 'Käfer's Leihhaus': Laut Eigentümer Thomas Käfer, Cousin des Feinkost-Unternehmers Michael Käfer, läuft das Geschäft besser denn je. Etwa 30 000 Gegenstände geben die Kunden pro Jahr ab. Die Reportage zeigt, welche Schicksale sich hinter dem Gang ins Pfandleihhaus verbergen.
    Rerun
    W
  14. Treffpunkt Kiosk

    Wo das Herz des Viertels schlägt

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Zeitungen, Getränke, Süsswaren, Kaffee – im Kiosk gibt es eigentlich alles, was der Mensch so braucht zum Leben. Der Kiosk ist für viele Menschen eine wichtige Einkaufsmöglichkeit. Aber das Büdchen bietet für viele mehr als nur Waren. Oft ist es ein Treffpunkt für das ganze Viertel. Hier wird geplaudert, gequatscht und diskutiert – über alles, was aktuell ist, was einen beschäftigt und bewegt. 37 Prozent der Kiosk-Kunden sind, laut einer Studie, Stammkunden. Es ist 'wie eine kleine Familie', sagen Kiosk-Betreiber und Kunden. Hier kennt man sich, man trifft gute Freunde, Vertraute – ein Stück Heimat in der oft anonymen Grossstadt. Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Kunden, ohne Vorurteile oder vorgefertigte Meinungen, ist für die Kiosk-Betreiber ein absolutes Muss. Die meisten sehen sich als Hobby-Psychologen, Seelsorger, Berater und manchmal, wenn die Diskussionen allzu hitzig werden, auch als Vermittler. So wie Birgit Fuchs, deren Kiosk seit 44 Jahren Anlaufpunkt im Duisburger Dellviertel ist. Seit 16 Jahren gehört das Büdchen nun Birgit. Ihre Kunden sind 'ihre Familie', und für die ist sie immer da. Irgendwer braucht immer irgendwas, und das gibt es irgendwie immer bei Birgit. Urlaub hat sie in all den Jahren noch kein einziges Mal gemacht. Ihr Kiosk und ihre Kunden machen sie glücklich, sagt die 51-Jährige. Glücklich ist auch Vahit Baslik mit seinem Kiosk in Köln-Flittard. Mit neun Jahren kam Vahit mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland. Der Kiosk ist jetzt sein Leben. Seine Frau Nihal und sein Sohn helfen im Laden mit. Ein richtiges Familienunternehmen, sagt der immer fröhliche Vahit. Für seine deutschen Kunden ist Vahits Kiosk ein echter Glücksfall, auch für viele Flüchtlinge ist er Anlaufstelle für Hilfe und Übersetzungen. In Vahits Kiosk gibt es nicht nur Standard-Kioskware – von Klopapier über Tampons und Waschzeug bis hin zu jeglicher Art Lebensmittel und Schreibwaren hat er alles im Sortiment. Was es im Kiosk Baslik nicht gibt, das gibt es auch nicht, sagt Vahit und lacht. Thomas und Bärbel Tietz feiern mit ihrem 'Kiosk 2000' 2018 20. Jubiläum. 1998 haben die Tietzes den Kiosk am Reitbahnviertel in Neubrandenburg übernommen. Um einen Biergarten mit 150 Plätzen wurde er inzwischen erweitert. Zwei Angestellte beschäftigen sie inzwischen, denn der Kiosk hat 364 Tage im Jahr geöffnet. Nur Neujahr bleibt er geschlossen. Ein Leben im Dienst der Kunden. Die 'ZDF.reportage' begleitet das Leben rund um die drei verschiedenen Kioske. Einmalige Einblicke in das 'Seelenleben' der Stadtteile und der Menschen, die dort leben.
    Rerun
    W
  15. ZDF.reportage

    Themen: Geld oder Gefängnis? Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    In Deutschland haben fast sieben Millionen Menschen Schulden. Jahr für Jahr steigt die Zahl derer, die ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können. Irgendwann steht dann der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Frank Neuhaus, Vorsitzender des Gerichtsvollzieherbundes NRW und selbst seit über 20 Jahren aktiv im Dienst, hat schon einige Schicksale erlebt. 'Das Internet macht es immer schlimmer', sagt der 48-Jährige. Ein Klick, und schon ist die Ware gekauft – auch wenn das Geld dafür eigentlich fehlt. 'Manchmal kaufen Eltern sogar auf den Namen ihrer Kinder ein', erzählt Neuhaus. Doch seit einigen Monaten treiben den Sauerländer Gerichtsvollzieher noch ganz andere Sorgen um: Neuhaus und seine Kollegen werden zunehmend mit Klagen und Drohbriefen überhäuft, vom Grundstück verwiesen, attackiert. 'Früher hatten die Menschen noch Respekt vor uns', sagt Neuhaus, 'heute werden die Schuldner viel schneller aggressiv. Die Gesellschaft hat sich geändert.' In letzter Zeit häufen sich die Meldungen von Geiselnahmen und Anschlägen mit Todesfolge auf Gerichtsvollzieher. Auch Neuhaus selbst ist schon attackiert worden. Der Job wird härter. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass immer weniger junge Menschen Gerichtsvollzieher werden wollen. Die Situation verschärft sich durch Pensionierungswellen und steigende Krankenstände. Dem wollen die Bundesländer jetzt mit einem verbesserten Ausbildungskonzept und einer Öffnung der Ausbildung entgegenwirken. Im Ausbildungszentrum für Gerichtsvollzieher in Monschau werden derzeit 129 Anwärter aus neun Bundesländern ausgebildet. Zum ersten Mal sind auch Quereinsteiger dabei – so wie Daniel Rambach, der früher in einer Kanzlei für Insolvenzrecht arbeitete. Seine Kollegin Stefanie Willing ist eine von aktuell 84 Frauen in der Ausbildung. Trotz steigender Aggressivität, trotz Dauerbelastung scheinen Frauen diesen Beruf reizvoll zu finden. In Monschau weiss man um die Gefahren: Anti-Aggressions- und Deeskalationstrainings haben inzwischen einen wichtigen Anteil am Unterrichtsstoff. Die Männer und Frauen hier wissen: Dort, wo sie in Zukunft unterwegs sein werden, kann sogar ein Kugelschreiber zur Waffe werden. Die 'ZDF.reportage' begleitet Gerichtsvollzieher im Alltag und in der Ausbildung. 'Du weisst nie, was dich an der nächsten Haustür erwartet', sagt Frank Neuhaus. Und genau das macht die Arbeit als Gerichtsvollzieher für ihn und die Azubis trotz allen Ärgers zum spannendsten Job der Welt.
  16. Vergessen im Westen

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Heute leben nach OECD-Massstäben über zwölf Millionen Arme in Deutschland. Denken wir an sie, so geht der Blick in den Osten. Unterdurchschnittliche Löhne, verlassene Städte, nur wenige konzentrierte Industriestandorte. Doch 2006 hat eine unbemerkte Trendwende stattgefunden. In jenem Jahr nahm zum ersten Mal in allen westdeutschen Bundesländern die Armut stärker zu als in den ostdeutschen. Seitdem ist dieser Trend unverändert. Der Film berichtet über die tägliche schmerzhafte und verfestigte Armut in drei westdeutschen Kommunen und begleitet drei Vertreter der grössten Armutsrisiken durch ihren Alltag – eine Alleinerziehende mit Tochter in Köln-Kalk, eine Familie in Duisburg auf dem schmalen Grat zwischen prekärer Arbeit und Hartz IV und jugendliche Migranten ohne Ausbildung in Bremerhaven-Lehe. Im Film ist Lehe gleichzeitig Tiefpunkt der Armutsstruktur wie auch der Hoffnungsschimmer: Im 'Bürgerverein' arbeitet die neueste Migranten-Generation mit 'alteingesessenen' Helfern zusammen. Es ist die wohl einzige Chance, Lehe vor der völligen Verwahrlosung zu retten.
  17. Armes reiches München – Die dunkle Seite der Bayernmetropole

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    FC Bayern, Schickeria und Maximilianstrasse: Keine andere deutsche Stadt verkörpert Erfolg und Wohlstand so wie München. Bayerns Metropole boomt und wird doch immer mehr zum Schauplatz extremer Gegensätze. Denn viele Münchner können sich das Leben in der teuren Stadt nicht mehr leisten. Besonders hart trifft es Rentner, Alleinerziehende und Migranten. Die Reportage begleitet in Deutschlands Boomtown diejenigen, die es hier am schwersten haben: die Seniorin Eveline Scheffel, die trotz lebenslanger Arbeit nur eine Mini-Rente bezieht, eine Bäckerin, die nach einer gescheiterten Beziehung auf der Strasse lebte und von Sozialarbeitern gerettet wurde, der Spanier Antonio Cobo, der zwar als Tellerwäscher eine feste Arbeit hat, mit seiner Familie jedoch seit Jahren auf einem Campingplatz lebt, weil er keine bezahlbare Wohnung findet. Doch es gibt auch wohlhabende Münchner, denen solche Schicksale nicht egal sind – wie Ex-Fussballstar Paul Breitner, der Bedürftige zusammen mit seiner Frau regelmässig mit Lebensmitteln versorgt. Eine Reportage über Menschen in München, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, und über jene, die dafür kämpfen, dass sich das ändert.
  18. Wo die Armut wohnt

    Endstation Plattenbau?

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Chorweiler ist ein Stadtteil im Norden von Köln mit knapp 14 000 Einwohnern. Fast die Hälfte sind Hartz-IV-Empfänger. Rund 80 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund. In den Hochhäusern mit bis zu 24 Stockwerken leben Tausende Menschen auf engstem Raum zusammen. Und mit ihnen wohnt hier auch die Armut. Ähnlich ist es in Halle-Neustadt, im Volksmund Ha-Neu genannt. In den 60er-Jahren wurde die Stadt für 100 000 Menschen als ehrgeizigstes Neubau-Projekt der DDR komplett neu aus dem Boden gestampft. Nach der Wende ist Ha-Neu auf die Hälfte geschrumpft. Auch hier gibt es zahlreiche soziale Probleme und einen echten Brennpunkt – den Südpark. Welche Zukunftsperspektiven hat die Wohnform Plattenbau überhaupt noch? Wie sieht die Lebenswirklichkeit der Menschen heute aus, und was sind ihre grössten Probleme? Ein Jahr lang hat ZDFinfo an beiden Schauplätzen Menschen in ihrem Alltag mit der Kamera begleitet.
  19. Reiches Bayern, arme Alte

    Category
    Land und Leute
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2016
    Description
    Bayern, das Muster-Bundesland: Aber trotzdem ist jeder fünfte Bayer ab 65 von Altersarmut bedroht, der Höchstwert für Deutschland. Wer ist betroffen? Wie geht die Gesellschaft damit um? Die Dokumentation zeigt die armen Alten im reichen Bayern und ihre Überlebenstechniken in ihrem mühsamen Alltag. Ausserdem stellt sie ehrenamtliche Helfer vor, die kontinuierliche Unterstützung anbieten und in Notlagen schnell und unbürokratisch zur Stelle sind. So wie Lydia Staltner vom Münchner Verein Lichtblick Seniorenhilfe. Sie ist keine bayerische Charity-Lady, sondern eine zupackende Unternehmerin mit eigener Werbeagentur. Der Verein ist dort tätig, wo kaum jemand Armut vermuten würde: in den Seenlandschaften Oberbayerns, im schönen Garmisch, im reichen München. Geholfen wird Menschen wie Frau Neiser, 64, die nach einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kann und von der Grundsicherung lebt. Ihr zahlt die Seniorenhilfe 35 Euro im Monat: 'Möchte man nicht glauben, wie wichtig und wie viel Geld 35 Euro im Monat sind, wenn man sie nicht hat', sagt sie. Auf dem Land ist es für die Armen besonders schwer: Zum einen schämen sich viele, arm zu sein. Zum anderen sind die Distanzen zur nächsten Hilfe gross. Alfons Rahn, 71, lebt im Bayerischen Wald und ist einer der wenigen Armen, der über sein Leben spricht. Er arbeitete in der Landwirtschaft, konnte nichts zurücklegen. Heute fährt er einmal die Woche nach Mitterteich zur Tafel und versorgt sich so mit Lebensmitteln. Dadurch konnte er in den letzten Monaten sogar 200 Euro zurücklegen: 'Ich muss ja ein bisschen sparen, auch für schlechtere Zeiten.'
  20. Die Multi-Kulti-Cops

    Auf Streife mit Atakan und Nadja

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2016
    Description
    Er hat türkische Wurzeln, sie usbekische: Atakan und Nadja gehören zu den wenigen deutschen Polizisten mit Migrationshintergrund. Zu vielen Einsätzen werden die beiden gezielt geschickt. Mit ihren Sprachkenntnissen können sie häufig schnell eine gefährliche Situation beruhigen. Deshalb werden Atakan und Nadja auch in besonders brisanten Gebieten der Polizei in Hannover eingesetzt. Die 'ZDF.reportage' begleitet sie im Streifendienst. Bundesweit gibt es rund 250 000 Polizeibeamte. Nur knapp ein Prozent von ihnen hat einen Migrationshintergrund. Solche Beamten sind bei der Polizei deutlich unterrepräsentiert. Ihr Anteil steigt jedoch überall dort, wo um Nachwuchs aus Einwandererfamilien gezielt geworben wird. Mit Erfolg: In Niedersachsen haben von 1000 Polizeischülern inzwischen 160 einen Migrationshintergrund. Solch eine Steigerung gelang im Bundesvergleich sonst nur Berlin. Atakan Akdag (34) und Nadja Poleschikova (28) gehören zu dieser neuen Generation von Beamten. Atakan wuchs im Ruhrpott auf. Seine Eltern kamen als Gastarbeiter in den 70er-Jahren nach Deutschland. Atakan ging 2003 nach Hannover. Sein Onkel, den er sehr bewundert, war in der Türkei Polizist – für Atakan schien dieser Beruf auch aus familiärer Tradition die optimale Wahl zu sein. Nadja Poleschikova stammt aus Usbekistan. Mit zwölf kam sie zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland – mit einem klaren Ziel vor Augen: Ihr Traumberuf war Polizistin. Nach dem Abitur schaffte sie die Aufnahmeprüfung und ist jetzt seit gut sieben Jahren im Dienst, drei davon auf Streife im Gebiet der Polizeiinspektion Hannover West. Ihre Mutter war strikt gegen die Polizei-Laufbahn, sie hatte sich für ihre Tochter etwas 'Besseres' gewünscht, eine Bank-Karriere beispielsweise. Und sie hatte auch schlicht Angst um ihr einziges Kind. Denn Nadja wird regelmässig angefordert, wenn Russischkenntnisse in einer brenzligen Situation erforderlich und hilfreich sind. So muss sie bei einer Schlägerei eingreifen. Ein Russe mit 3,39 Promille im Blut ist auf einen seiner Kumpel losgegangen. Erst als Nadja eingreift und ihn in der russischen Muttersprache zurechtweist, beruhigt sich die Situation. Die 'ZDF.reportage' begleitet die beiden Migranten in Uniform bei ihren Streifenfahrten in Hannover und erlebt den alltäglichen Polizeistress – auf Türkisch und Russisch.
  21. ZDF.reportage

    Themen: Demos, Fussball und Randale – Bereitschaftspolizei am Limit

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Sie sind die Spezialisten für Grossereignisse: Bereitschaftspolizisten, die jederzeit zur Verfügung stehen und immer dorthin müssen, wo es gerade brennt. Die Beamten können im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden, müssen die unterschiedlichsten Herausforderungen meistern. Sie stehen häufig in der Kritik und werden gleichzeitig selbst oft Opfer von Beleidigungen, Aggressionen und Gewalt. Die 'ZDF.reportage' begleitet Bereitschaftspolizisten in Baden-Württemberg und Sachsen. Die Arbeit der Beamten ist vielfältig und nicht immer ungefährlich. So steht an einem Tag die Kundgebung einer Rechtsaussen-Partei an, die von den Bereitschaftspolizisten vor Gegendemonstranten beschützt werden soll. Fussballspiele sind ein anderes wiederkehrendes Ereignis. Die Beamten müssen hier versuchen, die Fangruppen voneinander zu trennen. Hier wie da werden sie oft zu 'Ersatzgegnern' und müssen jederzeit mit Konfrontationen rechnen. Die 'ZDF.reportage' hinterfragt, wie sich die Beamten tagtäglich motivieren, was sie wirklich ärgert und wie sie mit Kritik und Attacken umgehen. Die Reportage zeigt auf, welcher Aufwand wöchentlich für die Durchsetzung von Grundrechten betrieben wird und welche Kosten entstehen. Und was dieser Auftrag für die oft jungen Polizistinnen und Polizisten bedeutet.
  22. ZDF.reportage

    Themen: Wie sicher sind unsere Städte? – Zwischen echter und gefühlter Bedrohung

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Offizielle Statistiken belegen: Deutschland ist so sicher wie lange nicht. Aber es fühlt sich für viele Menschen nicht mehr so an. Viele haben das Gefühl, das Leben in Deutschland sei gefährlicher geworden. Die Wahrnehmung von Unsicherheit beeinflusst zunehmend das Meinungs- und Stimmungsklima in Deutschland. Die 'ZDF.reportage' ist in drei Städte gereist, um herauszufinden, woher die Angst vieler Menschen vor Kriminalität rührt. Freiburg, am Rande des Schwarzwalds gelegen, weltoffen, mit vielen Studenten. Zwei Verbrechen haben die Stimmung in der Stadt verändert. Im Oktober 2016 missbraucht und erwürgt der aus Afghanistan stammende Hussein K. die 19-jährige Medizinstudentin Maria L. Seitdem ist in Freiburg nichts mehr, wie es war, und das Thema Sicherheit wird plötzlich anders gesehen. Im Oktober 2018 gerät Freiburg erneut bundesweit in die Schlagzeilen, als eine 18-Jährige bei einem Diskothekenbesuch zum Opfer einer Gruppenvergewaltigung wird. Die 'ZDF.reportage' schildert den spürbaren Stimmungswandel in der Stadt, zeigt die Gefühle der Menschen und die polizeilichen Fakten. Tatsächlich gibt es offenbar schon seit Jahren kriminalitätsbelastete Zonen in der Stadt. In Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze wollen sich die Geschäftsleute gegen die Kriminalität auch selbst schützen: Sie haben einen Sicherheitsstammtisch ins Leben gerufen und wollen einen privaten Wachschutz organisieren, der nachts Streife laufen soll. Zu den treibenden Kräften gehört der Pensionsbetreiber Sebastian W. Der 64-Jährige kommt eigentlich aus Bayern und ärgert sich darüber, wie dreist immer wieder Diebe in Görlitz ihr Unwesen treiben. Tischler Andreas P. ist mit seinem Betrieb so oft zum Opfer von Einbrüchen geworden, dass er sogar ans Aufgeben denkt. Die Polizei jedoch hat für die Forderungen nach mehr Sicherheit wenig Verständnis. 'Die belastbaren Fakten der Kriminalstatistik zeigen ein anderes Bild der Lage als das, was ich in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern häufig zu hören bekomme', sagt der Polizeipräsident. Tatsächlich verbucht Görlitz den tiefsten Stand der Kriminalität seit zehn Jahren. Viele Bürger jedoch sind anderer Meinung, sie misstrauen der Statistik und mittlerweile häufig auch der Polizei. Die Kluft zwischen Fakten und Gefühlen erforscht Prof. Dietrich Oberwittler vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg. 'Wir wissen aus der Forschung, dass die Unsicherheitsgefühle relativ schwach verbunden sind mit den tatsächlichen Kriminalitätsgefahren', sagt er. Allerdings sind gerade Anwohner häufig sehr sensibel, wenn es um ihr direktes Lebensumfeld geht. Wenn an Orten Ordnung und Sauberkeit zu wünschen übrig lassen, die Polizei hier nur wenig Präsenz zeigt, dann ziehen 'normale' Bürger sich zurück. Die Entwicklung hin zu einem gefährlichen Schandfleck ist häufig nur eine Frage der Zeit. Beispiel Köln: Rund um den Neumarkt, einen der zentralsten und belebtesten Plätze der Stadt, hat sich in den vergangenen Jahren eine grösser werdende Drogenszene angesiedelt. Auf offener Strasse wird konsumiert und gehandelt. Ständig gibt es Überfälle, Prügeleien, Diebstähle zur Finanzierung der Sucht. Anwohner und Geschäftsleute wie Walter S., der am Neumarkt ein Sanitätshaus betreibt, leiden massiv unter den Verhältnissen. 'Der Bürger hat doch ein Anrecht auf ein gesichertes Umfeld', so der Unternehmer. Eine Bürgerinitiative kritisiert die Stadt und kämpft gegen Pläne, am Neumarkt einen Drogenkonsumraum einzurichten. Nicht weit entfernt zeigt der Ebertplatz, wie einfach es manchmal sein kann, aus gefährlichen Orten wieder beliebte Treffpunkte zu machen. Auch hier gab es eine Drogenszene. Die Kölner machten einen weiten Bogen um den als No-go-Area geltenden Platz. Dann wurde ein jahrelang stillgelegter Springbrunnen von der Stadt zu neuem Leben erweckt und lockt seitdem bei schönem Wetter Familien mit ihren Kindern an. Im Winter sorgt eine Schlittschuhbahn für Belebung. Eine starke Polizeipräsenz vertreibt die Dealer. Das Beispiel zeigt: Solche scheinbar kleinen Massnahmen können den Angsträumen in der Stadt ihren Schrecken nehmen.
  23. Leschs Kosmos

    Themen: Durchgefallen? Schule auf dem Prüfstand

    Category
    Technik/Wissenschaft
    Production information
    Magazin
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Unser Schulsystem hat ein schlechtes Image. Doch was sagt die Wissenschaft? Harald Lesch stellt die Schule auf den Prüfstand. Studien zeigen: Im Vergleich zu anderen Industrienationen sind deutsche Schüler in Mathematik, Lesen und logischem Denken nur Mittelmass. Die Kritik am Schulsystem wird seit Jahren stetig lauter – der Reformdruck steigt. Doch welche Massnahmen sind wirklich sinnvoll? Das Problem: Jeder Schüler ist anders – und mit jeder Altersstufe verändern sich die Verhaltensweisen und Bedürfnisse. Bis zur fünften Klasse gehen Kinder meist mit Neugier und Spass zur Schule. Doch dann wachsen sie in eine schwierige Lebensphase hinein: die Pubertät. Der typische Teenager ist launisch, in Bezug auf die Schule unmotiviert und unkonzentriert – eine Herausforderung für Eltern und Lehrer. Dabei legen Studien aus den USA nahe, dass schon eine kleine Änderung des Schulalltags grosse Wirkung zeigen könnte. 2001 hat die erste PISA-Studie einen bildungspolitischen Schock ausgelöst. Im deutschen Schulsystem – bis dahin als weltweites Vorbild angesehen – erzielen Schüler nur mittelmässige Leistungen. Doch was genau wird in diesen Tests gemessen? Und geben sie Hinweise auf sinnvolle Massnahmen? Ein Ergebnis der PISA-Studien ist besonders bedenklich: Nirgendwo hängt der Bildungserfolg so stark vom sozialen Status und Bildungshintergrund der Eltern ab wie in Deutschland. Fast drei Viertel der Akademiker-Kinder beginnen später ein Studium – aber nicht einmal ein Viertel der Kinder aus einem Nicht-Akademiker-Haushalt. Auch in den USA ist es um die Chancengerechtigkeit schlecht bestellt. Dort geben Forscher den langen Sommerferien eine Mitschuld. Sind auch in Deutschland die Ferien schuld an mittelmässigen Leistungen und an ungleichen Bildungschancen? Der Bildungsforscher Jörg Siewert will genau das prüfen – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Manch einer argumentiert, Chancengerechtigkeit sei eine Utopie. Intelligenz sei eben vererbt – da könne man leider nichts machen. Doch das Beispiel einer der besten Schachspielerinnen der Welt zeigt, welche Bedeutung das richtige Lernen für die Entfaltung der Fähigkeiten von Kindern hat. Die Zeit in der Schule ist für unsere Kinder prägend. Doch was genau macht guten Unterricht aus? Forscher versuchen schon lange, das herauszufinden. Das Problem: Einzelne Studien an bestimmten Schulen haben kaum Aussagekraft, denn der Erfolg der Schüler wird von vielen Faktoren mitbestimmt. Erst in Metastudien, die die Ergebnisse vieler Einzelstudien zusammenfassen, lassen sich wirklich relevante Faktoren herauskristallisieren. Die bisher grösste Metastudie, die auf insgesamt 80 000 Einzelstudien zurückgreift, stammt vom neuseeländischen Forscher John Hattie. Sein Ergebnis, dem auch Harald Lesch zustimmen kann, überrascht gerade wegen seiner Einfachheit. Und es wirft die Frage auf, wie hoch der Reformbedarf überhaupt ist.
  24. Chancen für alle? – Schule im Brennpunkt

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Nicht alle Schülerinnen und Schüler hierzulande haben die gleichen Chancen auf Bildungserfolg. Schulische Leistung und Aufstiegsmöglichkeiten hängen stark vom sozialen Hintergrund der Kinder ab. 'Alle Menschen sind von Geburt an gleich, aber nicht alle haben von Geburt an die gleichen Chancen', heisst es in einer aktuellen OECD-Bildungsstudie. Diese traurige Wahrheit zeigt sich täglich – auch in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt. Ist der Weg von Millionen deutschen Schülerinnen und Schülern also schon durch die Herkunft vorbestimmt? Welchen Einfluss haben Elternhaus, Schule und Viertel auf Chancen und Möglichkeiten? Diesem Thema widmet sich der 45-minütige Film 'Chancen für alle? – Schule im Brennpunkt'. Dafür begleitet die Dokumentation Schülerinnen und Schüler in Bremerhaven-Lehe, einem Stadtteil, der in der Vergangenheit vor allem wegen Kinderarmut, überdurchschnittlicher Arbeitslosenzahlen und Überschuldungsquoten deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hat. Doch wie sieht das Leben hier wirklich aus? Was denken die Jugendlichen über das Leben in Lehe, über Schule und Chancen? Um diese Fragen zu beantworten, zeigt der Film sie während ihres Abschlussjahres an der Schule am Ernst-Reuter-Platz. Von hier aus geht es in die Familien, das Viertel, das Leben. Zwischen Boxtraining, Rap-Studio und Abschlussprüfung taucht der Film ein in den Mikrokosmos des Stadtteils – und beleuchtet Herausforderungen und Möglichkeiten im Leben und Schulalltag der Jugendlichen. Wovor haben sie Angst? Wovon träumen sie? Wo wollen sie hin? Gleichzeitig warnt Soziologe und Bestsellerautor Aladin El-Mafaalani: 'Chancengleichheit ist ein tolles Wort. Keiner kann dagegen sein, solange das Wort so abstrakt im Raum steht. Wenn es dann konkret in die Umsetzung geht, haben da ganz viele etwas gegen. Und das müssen wir ehrlich und offen ansprechen.' Auch hier setzt die Dokumentation an und lässt die übergeordneten Fragen rund um Chancengerechtigkeit und soziale Mobilität im deutschen Bildungs- und Sozialsystem nie aus den Augen. Neben El-Mafaalani hilft im Film auch OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher, die Thematik gesamtgesellschaftlich einzuordnen, zieht dabei auch internationale Vergleiche. Nicole Wind, die Schulleiterin der Schule am Ernst-Reuter-Platz, stellt dabei immer wieder den Bezug zum Schulalltag in Bremerhaven her. Örtliche Exkurse an Schulen mit ähnlichen Herausforderungen in Essen und Heidelberg verdeutlichen zudem die nationale Relevanz der Problematik und eröffnen neue Perspektiven und Lösungsansätze.
  25. Jung und kriminell

    Strategien gegen Intensivtäter

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Ali ist 19 Jahre alt und hat bereits knapp drei Jahre seines Lebens in Haft verbracht – unter anderem wegen Diebstahls und schweren Raubes. Romina ist 21 und sass ebenfalls drei Jahre, weil sie jemanden zusammenschlug. Toni ist 17 und sitzt aktuell wegen mehrerer Überfälle und schwerer Körperverletzung in Jugendhaft. Sie alle waren noch Kinder, als sie straffällig wurden. Wie konnte es dazu kommen? Wie kommt die Justiz mit jugendlichen Intensivtätern klar? Braucht es härtere Strafen oder mehr Erziehung? Wie effektiv ist das deutsche Jugendstrafrecht, und was haben Gesetzesverschärfungen wie der Warnschussarrest gebracht? Darüber gehen die Meinungen in der Gesellschaft und unter Experten auseinander. Der Film begleitet junge Intensivtäter auf ihrem Weg zurück in ein straffreies Leben und beleuchtet die Gründe für Jugendkriminalität und die Schwächen unseres Justizsystems. Im Gespräch mit den betroffenen Jugendlichen, aber auch mit Sozialarbeitern, einem Jugendrichter und einer Kriminologin, werden Probleme und Lösungsansätze diskutiert.
  26. Genug zum Leben? – Hartz IV auf dem Prüfstand

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Bei Hartz IV spalten sich die Meinungen: Hat jeder damit das, was er zum Leben braucht? Oder reicht es hinten und vorne nicht? Die Dokumentation zeigt die Situation der Hartz-IV-Empfänger und beleuchtet, wie sich die Summen berechnen. Auf der anderen Seite stellt sie die Frage: Welche Schlupflöcher für Missbrauch bietet das System? 'Mit Hartz IV hat jeder das, was er zum Leben braucht.' Die Aussage von Jens Spahn im Frühjahr 2018 hat für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Aber es gibt auch Hartz-IV-Empfänger, die dem zustimmen. Wie viel Geld brauchen Leistungsempfänger zum Leben? Alena Kleine ist alleinerziehende Mutter. Sie lebt seit einem Jahr von Hartz IV und sagt, dass man damit nur das 'Nötigste' habe. Wilfried Fesselmann widerspricht: Er habe zehn Jahre von Hartz IV gelebt, und ihm und seiner Familie habe es an nichts gefehlt. 'Man muss natürlich mit dem Geld gut umgehen können.' Verschiedene Perspektiven, mit denen Politik und Gesellschaft auf die Agenda-2010-Reformen blicken. Für die Befürworter steht Hartz IV für Aufschwung. Der Erfinder Peter Hartz spricht von einem Erfolg, sagt in der Dokumentation aber auch: 'Wir haben schon 2002 einen Grundsicherungs-Betrag von 511 Euro gefordert.' Das ist deutlich höher als der heutige Satz. Kritiker sehen in Hartz IV sozialen Kahlschlag, Ungerechtigkeit und sinnlose Sanktionen bei Leistungsmissbrauch. Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband plädiert dafür, die Kontrollen der Jobcenter abzuschaffen. Doch welche Schlupflöcher für Missbrauch bietet das System? Die Dokumentation begleitet zwei Mitarbeiter des Ermittlungsdienstes des Würzburger Jobcenters bei Hausbesuchen. Doch das sind kleine Summen, verglichen mit dem, was kriminelle Banden mit systematischem Leistungsbetrug erbeuten. Ihre Masche: Sie holen bitterarme Familien vor allem aus Rumänien und Bulgarien ins Ruhrgebiet. Dann organisieren sie ihnen eine Schrott-Wohnung und einen Schein-Arbeitsvertrag. Und schon fliessen die Sozialleistungen. Der Schaden, der in Deutschland im vergangenen Jahr durch Hartz-IV-Betrug ergaunert wurde, beläuft sich auf mindestens 50 Millionen Euro.
  27. Bordell Deutschland

    Milliardengeschäft Prostitution

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Seit 2002 herrscht in unserem Land eine der liberalsten Prostitutionsgesetzgebungen Europas – seitdem sind immer mehr Bordelle entstanden. Das Geschäft boomt, mit bizarren Auswüchsen. Von Flatrate-, über Edel- bis hin zu sogenannten Gangbang-Bordellen, in denen eine Prosituierte mit mehreren Männern gleichzeitig Sex hat – nichts scheint unmöglich. Den Männern gefällt das, und zwar nicht nur den deutschen. Längst ist unser Land zum Paradies für Sextouristen aus der ganzen Welt geworden. Internationale Unternehmen organisieren mehrtägige Rundreisen quer durch unsere Bordell-Landschaft. Über die Bundesrepublik wird im Ausland ähnlich berichtet, wie wir es über Thailand tun. Doch der liberale Umgang mit der Prostitution hat dramatische Nebenwirkungen. Deutschland ist zum Bordell Europas und laut Experten zur Drehscheibe für Zwangsprostitution und Menschenhandel geworden. Zwischen 80 und 90 Prozent der Prostituierten kommen aus dem Ausland, die wenigsten arbeiten freiwillig, viele werden gezwungen. Die Bedingungen werden immer schlimmer, oft sind sie menschenunwürdig. Im Rotlicht dominieren kriminelle Organisationen – und mit ihnen das Verbrechen, Frauen- und Drogenhandel. Aber wie konnte es so weit kommen? Diese Frage beantwortet die Dokumentation. Schuld sei, so die Experten und Insider, unsere Bundesregierung. Sie sei der grösste Zuhälter der Prostitution. Der Staat kassiere die enormen Steuereinnahmen der boomenden Sexindustrie und ignoriere dabei, dass die Prostituierten systematisch ausgebeutet und zerstört werden – er fördere das mit seiner Gesetzgebung sogar. Die Dokumentation zeigt, wie schlimm die Zustände in der Prostitution tatsächlich sind, und deckt auf, welche Rollen Prostitutionsverbände, Bordellbetreiber und die Politik im System Prostitution spielen.
  28. Milliardengeschäft Porno – Gefahr aus dem Internet

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Pornografie ist ein Milliardengeschäft. Und mittendrin: Deutschland. Viele profitieren davon, und Experten warnen vor Schattenseiten. Die Pornografie befindet sich in einem radikalen Wandel. Durch das Internet entstand ein neues Porno-Genre: kostenlos und frei verfügbar – auch für Kinder. Billig gedrehte Filme mit Amateuren und Webcam-Girls, mit denen Konsumenten sogar selbst Sex haben können. Pornografie gibt es schon seit der Antike und sollte als Aufklärung dienen. Doch weit gefehlt. Von Pornografie sprechen Experten erst, seit es Massenmedien gibt, und nur zur Aufklärung dient sie schon lange nicht mehr. Experten warnen vor Schattenseiten. Eine davon: Pornos sind so gefährlich wie Drogen, es gibt immer mehr süchtige Konsumenten. Sie bekommen ein falsches Bild von Sexualität. Einige von ihnen fügen Frauen später Gewalt zu, wie im Porno – sie kennen es ja nicht anders. Rocco aus Leipzig gehört zur sogenannten Generation Porno und sagt: 'Pornos zerstören dein Leben.' Der 21-Jährige war fünf Jahre lang pornosüchtig. Eine Erziehungswissenschaftlerin der Universität Marburg hat dazu fast 3000 Schüler befragt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Sexuelle Gewalt ist Alltag für Jugendliche. Und: Der häufige Konsum von Pornografie erhöht die Wahrscheinlichkeit für sexuelle Übergriffe. Eine weitere Studie zeigt: Jugendliche und Kinder werden immer früher mit Pornos konfrontiert – häufig ungewollt. Es kann sie ein Leben lang schädigen. Aber sind die Schattenseiten Grund genug, eine ganze Branche zu verteufeln oder an Verbote zu denken? 'Nein' sagen die, die Pornografie als legitimen Teil einer liberalen Gesellschaft sehen. 'Ja' sagen nicht wenige Kritiker und schlagen Alarm: Wir zerstören eine ganze Generation, eine ganze Gesellschaft, wenn wir nicht etwas dagegen unternehmen. Pornografie sei der Einstieg in die Prostitution und umgekehrt. Mit all ihren dramatischen Folgen – Menschenhandel, Ausbeutung, Gewalt.
  29. Sex for Sale in Japan – Das Geschäft mit Minderjährigen Stacey Dooley Investigates: Young Sex for Sale in Japan

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Produced in (country)
    GB
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Die britische Fernsehmoderatorin und investigative Journalistin Stacey Dooley setzt sich für die Rechte von Kindern auf der ganzen Welt ein. Die japanische Sexindustrie boomt und bietet Männern mit 'Lolita'-Komplex das sexuelle Wunschbild des sogenannten JK-Girls (joshi kosei, Oberschulmädchen). Kinderpornografie scheint in dieser Ausprägung in Japan hoffähig zu sein. Stacey Dooley spricht in Tokio mit ausgebeuteten Minderjährigen, Models des Chaku-ero (erotische Fotografien), Produzenten der Sexindustrie, Männern mit pädophilen Neigungen, Strafermittlern und Kritikern dieser kinderverachtenden Praktiken.
  30. Traumfrau aus Silikon – Wenn Männer Puppen lieben

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Lebensechte Liebespuppen sind längst nicht mehr nur Sextoys, sondern Beziehungsersatz für manche Männer. Die Puppen aus Silikon oder TPE, einem silikonähnlichen Kunststoff, finden in Europa reissenden Absatz – und das in allen Gesellschaftsschichten. Aber können die künstlichen Frauen tatsächlich eine echte ersetzen?
  31. Deutschlands Sex-Industrie

    Das Milliardengeschäft mit der Prostitution

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Seit 2002 herrscht in unserem Land eine der liberalsten Prostitutionsgesetzgebungen Europas – seitdem sind immer mehr Bordelle entstanden. Das Geschäft boomt, mit bizarren Auswüchsen. Von Flatrate-, über Edel- bis hin zu sogenannten Gangbang-Bordellen, in denen eine Prosituierte mit mehreren Männern gleichzeitig Sex hat – nichts scheint unmöglich. Den Männern gefällt das, und zwar nicht nur den deutschen. Längst ist unser Land zum Paradies für Sextouristen aus der ganzen Welt geworden. Internationale Unternehmen organisieren mehrtägige Rundreisen quer durch unsere Bordell-Landschaft. Über die Bundesrepublik wird im Ausland ähnlich berichtet, wie wir es über Thailand tun. Doch der liberale Umgang mit der Prostitution hat dramatische Nebenwirkungen. Deutschland ist zum Bordell Europas und laut Experten zur Drehscheibe für Zwangsprostitution und Menschenhandel geworden. Zwischen 80 und 90 Prozent der Prostituierten kommen aus dem Ausland, die wenigsten arbeiten freiwillig, viele werden gezwungen. Die Bedingungen werden immer schlimmer, oft sind sie menschenunwürdig. Im Rotlicht dominieren kriminelle Organisationen – und mit ihnen das Verbrechen, Frauen- und Drogenhandel. Aber wie konnte es so weit kommen? Diese Frage beantwortet die Dokumentation. Schuld sei, so die Experten und Insider, unsere Bundesregierung. Sie sei der grösste Zuhälter der Prostitution. Der Staat kassiere die enormen Steuereinnahmen der boomenden Sexindustrie und ignoriere dabei, dass die Prostituierten systematisch ausgebeutet und zerstört werden – er fördere das mit seiner Gesetzgebung sogar. Die Dokumentation zeigt, wie schlimm die Zustände in der Prostitution tatsächlich sind, und deckt auf, welche Rollen Prostitutionsverbände, Bordellbetreiber und die Politik im System Prostitution spielen.
  32. Menschenhandel und Ausbeutung Sex Trafficking in America

    Zwangsprostitution in Amerika

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    USA
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Junge Frauen, fast noch Kinder, geraten in die Fänge von Menschenhändlern, die sie für Sexarbeit ausbeuten. Eine spezielle Polizeieinheit in Phoenix kämpft gegen diesen 'Menschenhandel für Sex'. 'Menschenhandel und Ausbeutung – Zwangsprostitution in Amerika' erzählt die unvorstellbaren Geschichten von jungen Frauen, die zur Prostitution gezwungen wurden. Die Doku folgt einer Polizeieinheit, die gegen die Menschenhändler und Zuhälter vorgeht. Die preisgekrönte Regisseurin Jezza Neumann und die Produzentin Lauren Mucciolo drehten mit einer Polizeieinheit in Phoenix, die darauf spezialisiert ist, die sexuelle Ausbeutung von Kindern aufzudecken.
    Director
    Jezza Neumann
  33. Milliardengeschäft Porno – Internet-Sex ohne Jugendschutz?

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Pornografie ist ein Milliardengeschäft. Und mittendrin: Deutschland. Viele profitieren davon, und Experten warnen vor Schattenseiten. Die Pornografie befindet sich in einem radikalen Wandel. Durch das Internet ist ein neues Porno-Genre entstanden: kostenlos und frei verfügbar – auch für Kinder. Billig gedrehte Filme mit Amateuren und Webcam-Girls, mit denen Konsumenten sogar selbst Sex haben können. Pornografie gibt es schon seit der Antike und sollte als Aufklärung dienen. Doch weit gefehlt. Von Pornografie sprechen Experten erst, seit es Massenmedien gibt, und nur zur Aufklärung dient sie schon lange nicht mehr. Experten warnen vor den Schattenseiten. Eine davon: Pornos sind so gefährlich wie Drogen, es gibt immer mehr süchtige Konsumenten. Sie bekommen ein falsches Bild von Sexualität. Einige von ihnen fügen Frauen später Gewalt zu, wie im Porno – sie kennen es ja nicht anders. Rocco aus Leipzig gehört zur sogenannten Generation Porno und sagt: 'Pornos zerstören dein Leben.' Der 21-Jährige war fünf Jahre lang süchtig. Eine Studie zeigt: Jugendliche und Kinder werden immer früher mit Pornos konfrontiert – häufig ungewollt. Es kann sie ein Leben lang schädigen. Aber sind die Schattenseiten Grund genug, eine ganze Branche zu verteufeln oder an Verbote zu denken? 'Nein' sagen die, die Pornografie als legitimen Teil einer liberalen Gesellschaft sehen. 'Ja' sagen nicht wenige Kritiker und schlagen Alarm: Wir zerstören eine ganze Generation, eine ganze Gesellschaft, wenn wir nicht etwas dagegen unternehmen. Pornografie sei der Einstieg in die Prostitution und umgekehrt. Mit all ihren dramatischen Folgen – Menschenhandel, Ausbeutung, Gewalt.
  34. heute-show

    Nachrichtensatire | Gäste: Abdelkarim, Christian Ehring, Ralf Kabelka, Martin Klempnow, Holger Stockhaus

    Category
    Kabarett und Satire
    Production information
    Kabarett
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Oliver Welke zieht GroKo-Halbzeitbilanz und berichtet über Deals, Styling, das Sozen-Casting, den jüngsten Gammelfleischskandal und Gamer unter Generalverdacht. Heute in Welkes Team: Abdelkarim, Christian Ehring, Ralf Kabelka, Martin Klempnow und Holger Stockhaus.
    Background information
    Das im Stil einer Nachrichtensendung gestaltete Satireformat behandelt aktuelle Themen aus der politischen Landschaft Deutschlands, greift aber auch internationale Nachrichten auf.
  35. Crash Cops Die Crash Cops – Das Verkehrsunfall-Kommando

    Das Verkehrsunfall-Kommando

    Category
    Recht
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2016
    Description
    Zehntausende Verkehrsunfälle ereignen sich jedes Jahr in Deutschlands Grossstädten. Allein in München kracht es täglich alle zehn Minuten. Zu den meisten Unfällen wird die Polizei gerufen. Blechschäden regeln normale Streifenpolizisten, doch bei schwierigen Fällen und Personenschäden rücken die Spezialisten vom Verkehrsunfalldienst aus. Die Reportage begleitet die Beamten in München und Hamburg bei ihrer Arbeit, Tag und Nacht. Die erfahrenen Spurensucher müssen das Geschehen wie Detektive am Unfallort rekonstruieren, um festzustellen, wer letztlich Schuld hat. Das bedeutet: Zeugen vernehmen, Fotos machen, Beweise sichern. Vom Lacksplitter bis zur Bekleidungsfaser kann jeder noch so kleine Hinweis helfen, den Unfallhergang aufzuklären, und später vor Gericht dafür sorgen, dass Verursacher bestraft werden und die Opfer eine Entschädigung bekommen. Den Beamten entgeht kaum etwas, und sie sind erst zufrieden, wenn ein Unfall restlos aufgeklärt ist. Eine Reportage über die Männer vom Unfallkommando und ihre akribische Spurensuche.
    Rerun
    W
  36. Polizei im Einsatz

    Streife auf der Autobahn

    Category
    Recht
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2013
    Description
    Defekte Bremsen, ungesicherte Ladungen, übermüdete Fahrer – viele Lkw auf deutschen Autobahnen sind tickende Zeitbomben. Die niedersächsische Autobahnpolizei hat bei Lkw-Kontrollen eine erschreckend hohe Trefferquote, wenn es um das Aufdecken von Verkehrsdelikten geht. Gleiches gilt für die Berliner Streifenpolizisten, die Tag für Tag auf den Strassen für Ordnung sorgen müssen. Die Dokumentation hat die Beamten bei ihrer Arbeit begleitet und zeigt, was die Polizistinnen und Polizisten jeden Tag aufs Neue antreibt, ihren Dienst zu tun.
  37. Um Leben und Tod – Dauereinsatz für den Notarzt

    Category
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Herzinfarkt, Treppensturz oder Verkehrsunfall: Wenn der Notarzt kommt, weiss er selten, was ihn am Einsatzort erwartet. Doch fast immer geht es um Leben und Tod. Obwohl Ulrich Hölzenbein seit über 15 Jahren als Notfallmediziner in München arbeitet, ist auch für ihn jeder Einsatz eine neue Herausforderung. Eine Reportage über einen Arzt, der auch an Wochenenden und Feiertagen seine Mission verfolgt: Leben zu retten. Ein Mann droht zu ersticken, weil seine Zunge plötzlich so anschwillt, dass er keine Luft mehr bekommt. Eine Kindertagesstätte löst Alarm aus, weil die Kleinen nach dem Essen einen auffälligen Hautausschlag bekommen. Ist es eine Lebensmittelvergiftung? Ein Grossaufgebot an Rettungswagen und Notfallteams bringt die Patienten mit Blaulicht ins Krankenhaus, selbst Polizei und Feuerwehr greifen ein. Kurze Zeit später platzt einer Schwangeren die Fruchtblase. Schafft es Dr. Hölzenbein, die Frau noch vor der Geburt des Kindes in die Klinik zu bringen?
  38. ZDF.reportage

    Themen: Bedroht, beschimpft, beleidigt! – Wenn Rettungskräfte zum Opfer werden

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Sie setzen sich ein für Menschen in Not: Sanitäter, Ärzte, Feuerwehrleute. In ihrem Beruf retten sie Leben – doch bei ihrer Arbeit geraten die Helfer immer öfter selbst in Bedrängnis. Gaffer behindern Rettungskräfte bei einem Unfall auf der Autobahn, Notfallsanitäter werden angepöbelt, wenn der Krankenwagen im Einsatz eine Strasse blockiert. Immer neue Attacken gegen Rettungskräfte in Deutschland sorgen für Empörung. Denn unsere Gesellschaft würde ohne dieses Engagement nicht funktionieren. Viele Helfer arbeiten ehrenamtlich, schieben Nachtschichten und Wochenenddienste. Nach einer Studie der Uni Bochum wurde im vergangenen Jahr jede vierte Rettungskraft in Nordrhein-Westfalen Opfer körperlicher Gewalt, circa 60 Prozent der Sanitäter werden mehrmals im Monat beschimpft, beleidigt, bedroht. Krankenschwester Sarah B. arbeitet in der Notaufnahme am Innenstadt-Campus der Münchner Uniklinik. Für sie ist es inzwischen schon normal, dass sie sich während ihres Dienstes Schimpfwörter anhören muss, Beleidigungen, für die sie die Patienten verklagen könnte. Sie wurde schon in den Bauch geboxt und kennt die Angst vor Patienten, die ihr körperlich überlegen sind und sich nicht zu beherrschen wissen. Auch Notfallsanitäter Stefan D. wurde von einem alkoholisierten Mann geschlagen und getreten, als er in Hannover mit dem Rettungswagen im Einsatz war. Die 'ZDF.reportage' taucht ein in den Arbeitsalltag dieser Menschen. Sie erwarten für ihren Dienst nicht mal Dankbarkeit, aber Respekt. Gerät die solidarische Gemeinschaft immer mehr aus den Fugen?
  39. Wettlauf mit der Zeit – Lebensretter im Einsatz

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Manchmal geht es um Leben oder Tod. Die Ärztin der Flugrettung und der Notfallsanitäter im Rettungswagen müssen schnell sein. Wie gehen die Retter mit dem Stress und der Verantwortung um? Die Rettung anderer ist ihr Berufsalltag. Notfallsanitäter Nico ist Tag und Nacht für die Berliner Feuerwehr unterwegs. Ärztin Ina bringt Patienten aus aller Welt im Flugzeug nach Hause. Dabei geraten beide auch an eigene Grenzen. Was motiviert sie zu diesem Beruf? Ärztin Ina erfährt erst oft wenige Stunden vorher, welche Verletzungen oder Krankheiten ihre Patienten haben. Der Arbeitsplatz der Intensiv- und Notfallmedizinerin ist eine kleine, aber hochmodern ausgestattete Intensivstation an Bord von Ambulanzflugzeugen. Vor zehn Jahren tauschte sie ihn gegen eine Festanstellung auf der Intensivstation in der Uniklinik Bonn. Derzeit arbeitet Ina beim ältesten Flugrettungs-Unternehmen der Welt, der Innsbrucker Tyrol Air Ambulance. Von Innsbruck aus fliegt die deutsche Ärztin mit der Crew um die ganze Welt. Ihre Einsätze sind ganz unterschiedlich herausfordernd. Sie holt einen jungen Tschechen aus Georgien ab, der beim Klettern verunglückte, und bringt einen 88-jährigen Briten, der bei einer Kreuzfahrt zusammenbrach, von Lissabon zurück auf seine britische Insel. Ein österreichischer Ingenieur wird schwer erkrankt von Russland zur Behandlung nach Hause geflogen. Ina ist oft nonstop mehrere Tage hintereinander im Einsatz: 'Da ist jemand irgendwo auf der Welt, der kann sich nicht allein helfen, der ist krank. Der ist vielleicht auch schlecht versorgt, braucht Hilfe. Wenn man es geschafft hat, diesen Patienten heimzubringen, dann bin ich total glücklich', sagt die Intensivmedizinerin erschöpft. Oft gerät sie bei den Einsätzen auch an ihre Grenzen. Wie geht sie damit um? Zwölf-Stunden-Dienste, schlechte Bezahlung und mitunter mangelnde Wertschätzung: Nico, der 26-jährige Notfallsanitäter und Feuerwehrmann, hat trotzdem diese Berufe ergriffen. Feuerwehrmann war schon sein Kindheitstraum. Sein Vater ist seit 30 Jahren bei der Berliner Feuerwehr, das prägt. Nico trat schon mit 18 der Freiwilligen Feuerwehr in Berlin-Neukölln bei. Hier hatte er seinen ersten dramatischen Einsatz, bei dem auch Tote zu beklagen waren. Nach dieser Erfahrung war für ihn klar: Lebensrettung ist seine Berufung. Für ihn ist die Berliner Feuerwehr wie eine grosse Familie. Hier kann Nico sich mit den Kameraden austauschen und Hilfe holen, wenn er die Bilder von Toten und Verletzten nicht mehr aus seinem Kopf bekommt. Laut Pressestelle der Berliner Feuerwehr rückt sie innerhalb von 24 Stunden 1500-mal aus, nicht immer geht es bei den Rettungseinsätzen um Leben und Tod. Zunehmend müssen sich die Retter mit dem Unverständnis der Mitbürger auseinandersetzen. 'Richtig in Rage bringen mich mittlerweile die Gaffer, die an den Einsatzstellen stehen und versuchen, irgendwelche Bilder zu erhaschen. Oder Leute, die unsere Arbeit behindern, wenn sie zum Beispiel eine von uns gesperrte Strasse einfach durchfahren wollen, obwohl wir dort konzentriert unsere Arbeit tun müssen', erklärt Nico. '37°' begleitet zwei Lebensretter bei ihren Einsätzen. Wie gehen sie mit dem Stress und der Verantwortung um? Woher kommt die Motivation für ihre Arbeit?
  40. Lebensretter Technik

    Sprungtuch, Rettungshund & Co.

    Category
    Geschichte
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Das Deutsche Patentamt kürte den Sicherheitsgurt 1985 zu einer der acht Erfindungen, die der Menschheit in den letzten 100 Jahren den meisten Nutzen brachten. Allerdings brauchte die Menschheit auch den Grossteil dieser Zeit, um diesen – existenziellen – Nutzen zu erkennen. Aus heutiger Sicht überrascht es oft, wie sehr Erfinder für ihre einfachen und genialen lebensrettenden Ideen kämpfen mussten. Wie viele Patienten hat ein gewisser Ignaz Semmelweis gerettet, weil er durchsetzte, dass Ärzte sich vor der Operation die Hände und alle Instrumente desinfizieren? Schneller akzeptiert war da der Rettungshund, der mit seiner feinen Spürnase schon seit dem 17. Jahrhundert Menschen im Schnee oder unter Trümmern zuverlässig aufspürt. 'Lebensretter Technik' erzählt die Geschichten von vier unverzichtbaren Lebensrettern und ihren genialen Erfindern.
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  1. Brexit – Scheidungskrieg in Europa

    Category
    Politik Inland
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    GB
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Das hat niemand kommen sehen: Zum ersten Mal in der Geschichte kehrt ein Land der EU den Rücken und riskiert damit entscheidende Auswirkungen auf Millionen Menschen in ganz Europa. Trotz aller Anstrengungen ist es Theresa May während ihrer Amtszeit als Premierministerin nicht gelungen, den Ausstieg Grossbritanniens vertraglich zu regeln. Der Film rekonstruiert die Szenen dieser Scheidung und erzählt von den Hauptfiguren dieses Prozesses.
    Rerun
    W
  2. Magisches Deutschland

    Category
    Technik/Wissenschaft
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2015
    Description
    Die Natur war unseren Ahnen heilig. Ihre Kulte vollzogen sie an besonderen Orten unter freiem Himmel. Spuren dieser vor- und frühgeschichtlichen Kulte sind in ganz Deutschland zu finden. Die heiligen Haine der Kelten und Germanen liegen inmitten dichter Wälder, auf hohen Felsen oder am Rand von Flüssen und Mooren. Oft wurden sie mit christlichen Gebäuden überbaut. Wissenschaftler sind diesen heiligen Plätzen mit modernster Technik auf der Spur. Zu allen Zeiten haben die Menschen höheren Wesen Opfer dargebracht, als Dank oder als Bitte. Man gab Geschenke und erwartete eine Gegenleistung. Je grösser die Bitte oder der Dank, desto grösser auch das Opfer. Bei seiner Reise durch Deutschland findet der Schleswiger Archäologe Dr. Timo Ibsen selbst Spuren von Menschenopfern und Kannibalismus. Viele der uralten, heiligen Stätten werden auch heute wieder als 'Kraftorte' aufgesucht: von den Opfermooren Norddeutschlands zu den Felsturmheiligtümern des Altmühltals, von den Kannibalenhöhlen des Kyffhäusergebirges bis zu den heiligen Quellen der Kelten und Römer in der Pfalz und den Vogesen. Es ist eine Reise durch die Jahrtausende, von der Steinzeit bis zum Beginn der Christianisierung. Eine Reise zu unseren Ursprüngen, mit denen sich heute immer mehr Menschen beschäftigen.
  3. Die Geheimnisse der Cheops-Pyramide Mysterious Discoveries in the Great Pyramid

    Category
    Archäologie
    Produced in (country)
    F
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Seit Hunderten von Jahren versucht man, die Geheimnisse der Cheopspyramide zu lüften. Ein internationales Forscherteam will nun mithilfe hochmoderner Technologie Klarheit schaffen. Durch Messung kosmischer Strahlung wird eine Art Röntgenbild erstellt. So sollen Hohlräume aufgespürt werden. Gibt es verborgene Schätze? Können neue Erkenntnisse gewonnen werden über die Funktion der Pyramide?
    Director
    Florence Tran
  4. Schätze aus der Unterwelt – Entdeckung in Mexiko

    Category
    Archäologie
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2015
    Description
    Die mexikanische Tempelstadt Teotihuacán ist eines der grossen Rätsel der Archäologie. Mit der Entdeckung einer unterirdischen Tunnelanlage enthüllen Forscher ihre unglaubliche Geschichte. 2015 hat ein 'Terra X'-Team die Grabungsarbeiten im Tunnel begleitet. Die zahllosen Fundstücke geben Einblick in das Leben einer multikulturellen Gemeinschaft, die eine zweite Chance erhielt und in Teotihuacán einen Neuanfang gewagt hat. Sergio Gómez Chávez, heute Chefarchäologe in Teotihuacán, ist noch Assistent, als er dort 2003 einen ummauerten Bodenschacht entdeckt, der viele Meter in die Tiefe führt. Der Wissenschaftler wagt den riskanten Abstieg in der Hoffnung auf eine grosse Entdeckung. Und die ist ihm tatsächlich gelungen. Am Ende des Schachts stösst Gómez auf einen zweiten, der horizontal verläuft und sich als ein über 100 Meter langer Tunnel entpuppt. Er enthält Tausende Artefakte. Die meisten von ihnen sind erwartungsgemäss sehr kostbar. Viel wichtiger aber sind die Geschichten, die sie erzählen. Die Fundstücke geben Einblick in das Leben der Erbauer und Bewohner von Teotihuacán, über die immer noch wenig bekannt ist, weil sie keine eigenen schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben. Zwölf Jahre sind die Archäologen mit Laserscanner, Spaten und Pinseln im Tunnel zugange. Sie schauen durch Schutzmauern, entdecken Werkzeug-Depots, graben Schmuck, Schatullen, Riesenmuscheln und vieles mehr aus. Und sie stellen fest, dass Wände und Decken im Dunkeln wie ein Sternenhimmel funkeln. Die eigentliche Sensation aber ist, dass der Gang in eine dreiarmige Kammer mündet, die direkt unter der 'Pyramide der Gefiederten Schlange' liegt. Das Heiligtum ist dem Schöpfergott der Teotihuacános gewidmet, der höchsten Gottheit in der damaligen Welt. Zunächst vermuten die Forscher, dass sie auf ein Herrschergrab oder zumindest auf die Grablege eines hohen Priesters gestossen sind. Diese Hoffnung erfüllt sich nicht. Aber einzigartige Funde zeigen, dass die unterirdische Anlage als geheimer Kultplatz gedient hat. Vor etwa 1800 Jahren wurde sie mit Süsswasser geflutet, verschlossen und bis zu ihrer Entdeckung nicht mehr betreten. Zum ersten Mal in der langjährigen Forschungsgeschichte der Pyramidenstadt ist es einem Archäologenteam gelungen, die bizarr anmutenden Rituale und märchenhaften Jenseitsvorstellungen der Gründungsväter von Teotihuacán zu rekonstruieren und zu erklären. Die 'Terra X'-Folge 'Schätze aus der Unterwelt' erzählt die ebenso dramatische wie glanzvolle Geschichte einer multikulturellen Gemeinschaft, die um die Zeitenwende vor dem Vulkanausbruch des Popocatepetl ins Hochland von Mexiko geflohen ist und dort aus dem Nichts eine der mächtigsten Metropolen ihrer Zeit errichtet hat.
    Director
    Jens Afflerbach, Alexander Ziegler
  5. Aufgedeckt – Rätsel der Geschichte Treasures Decoded

    Das Geheimnis der Pyramidenstadt

    Category
    Technik/Wissenschaft
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    GB
    Produced in (year)
    2016
    Description
    Vor über tausend Jahren wurde die Metropole Cahokia im Herzen von Nordamerika errichtet. Sie war damals grösser als Paris, London und Rom und galt als Hauptzentrum der Mississippi-Kultur. Doch nach 400 Jahren verschwand diese mächtige Zivilisation, die über ein weit verzweigtes Handelsnetz verfügte, wieder. Archäologen suchen in den zahlreichen, künstlich errichteten Erdpyramiden nach Erklärungen für den Untergang von Cahokia.
    Director
    Tom Fowlie
  6. Angriff auf die Demokratie – Wurde der Brexit gekauft?

    Category
    Politik Inland
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Die britische Wahlkommission ist überzeugt: Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass grosse Teile der Gelder für eine Kampagne vor dem Brexit-Referendum aus dubiosen Quellen stammen. Im Fokus steht der britische Geschäftsmann Arron Banks, Strippenzieher und enger Freund des ehemaligen Ukip-Anführers Nigel Farage. Über seine Offshore-Konten sollen fast neun Millionen Pfund Spenden geflossen sein. Die Dokumentation geht der Frage nach: 'War das Brexit-Referendum ein Komplott mit dem Ziel, auch die Grenzen der Demokratie auszutesten?' Die Recherchen legen nahe, dass Wähler verdeckt und so effektiv wie möglich beeinflusst werden sollten. Autor Dirk Laabs verfolgt nicht nur die Geldströme, sondern redet mit Insidern aus der Kampagne und konfrontiert ihren Kopf, den ehemaligen Chef der Ukip, Nigel Farage. Farage redet im Interview mit dem ZDF auch darüber, welchen Einfluss US-amerikanische Berater auf die Kampagne hatten. Steve Bannon, früherer Berater von US-Präsident Trump, war einer der wichtigen Berater in diesem Spiel. Konkret geht es um millionenschwere Kredite, die die Pro-Brexit-Kampagne von Banks erhalten haben soll. Demnach stammte das Geld möglicherweise nicht von ihm selbst, sondern von Firmen mit Sitz auf der Isle of Man und in Gibraltar, die sich damit in den Wahlkampf eingemischt hätten. Mittlerweile ermittelt die National Crime Agency. Sie soll die bislang verschleierte Kampagnen-Finanzierung offenlegen. Nigel Farage spricht im Interview mit Autor Dirk Laabs ganz offen darüber, wie eng die Lager zusammengearbeitet haben und wie wichtig auch der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon für die Kampagne in Grossbritannien war: 'Zuvor hatte ich keinerlei Verbündete in den Medien, keine Stimme. Dann half uns Steve. Wenn du plötzlich mehrere Stimmen auf deiner Seite hast, ändert das alles.' Farage berichtet, er und Steve Bannon hätten verstanden, dass 'die Menschen sich manchmal 'eine Abrissbirne' wünschen, die das alte System der 'pompösen Politiker' zerstört'. Ein Whistleblower, der für die Leave-Kampagne gearbeitet hat, ist überzeugt: 'Die verschiedenen Brexit-Kampagnen brachen die Gesetze, griffen dabei auf ein ganzes Netzwerk von Firmen zurück, um mehr Geld ausgeben zu können. Ohne diese Betrügereien wäre das EU-Referendum anders ausgegangen.' Autor Dirk Laabs geht in der Dokumentation den Fragen nach: Mit welchen fragwürdigen Methoden wurde die Mehrheit der Briten vom Brexit überzeugt? Welche Interessen und Profiteure stecken dahinter? Und Laabs fragt bei Akteuren in Brüssel nach, welche Massnahmen mit Blick auf die Europawahl ergriffen werden sollten und überhaupt könnten, um den Digital-Wahlkampf der Zukunft zu regulieren oder kontrollierbarer zu machen.
  7. Brexit – Scheidungskrieg in Europa

    Category
    Politik Inland
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    GB
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Das hat niemand kommen sehen: Zum ersten Mal in der Geschichte kehrt ein Land der EU den Rücken und riskiert damit entscheidende Auswirkungen auf Millionen Menschen in ganz Europa. Trotz aller Anstrengungen ist es Theresa May während ihrer Amtszeit als Premierministerin nicht gelungen, den Ausstieg Grossbritanniens vertraglich zu regeln. Der Film rekonstruiert die Szenen dieser Scheidung und erzählt von den Hauptfiguren dieses Prozesses.
  8. heute Xpress

    Category
    Nachrichten
    Production information
    Nachrichten
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    In dieser Kurzversion der ZDF-Nachrichtensendung werden die Zuschauer über die wichtigsten Ereignisse des Tages aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur informiert.
  9. forum am freitag

    Category
    Allgemein
    Production information
    Magazin
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Das 'forum' bietet Muslimen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Erfahrungen in das gesellschaftliche Gespräch einzubringen. Muslime erklären ihre Religion, erzählen von ihrem Alltag.
    Background information
    Das 'Forum am Freitag' gibt Muslimen die Möglichkeit, ihre spezielle Sicht des Zusammenlebens in Deutschland in das gesellschaftliche Gespräch einzubringen.
  10. Leschs Kosmos

    Themen: Digitale Revolution: die Zukunft des Lernens

    Category
    Technik/Wissenschaft
    Production information
    Magazin
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Die digitale Revolution hält Einzug selbst in Kindergärten und Schulen: Smartphones, Tablets und Apps sind allgegenwärtig. Ein Fortschritt des Lernens? Wissenschaftler suchen ein Rezept für den intelligenten Umgang mit der neuen Technik an Schulen. Wie sieht die Zukunft des Lernens aus? Harald Lesch zeigt, wo sich Widerstände gegen das 'digitale Klassenzimmer' formieren, was über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Das Silicon Valley an der Westküste der USA gilt als zukunftsweisend für digitale Technologien, auch in der Bildung. Doch ausgerechnet hier hagelt es seit Neuestem Proteste gegen die Computer-Welt in Schulen und Kindergärten. Eltern schliessen sich zusammen und drängen darauf, dass der Einsatz digitaler Geräte massiv beschränkt oder sogar verboten wird. Ihre Sorge: Die von den grossen Konzernen Microsoft, Apple, Google & Co.angebotene Technik mache abhängig und behindere kreatives Denken. Wissenschaftler untersuchen, was an den Vorwürfen dran ist. Welche Folgen hat der Umgang mit digitalen Medien – und was lässt sich über die Auswirkungen auf das Gehirn herausfinden? Computer-Lernprogramme eröffnen tatsächlich neue Möglichkeiten – nur nicht für jedes Alter. Auch Untersuchungen über das Lesen sind aufschlussreich: Wie liest und lernt man besser – mit Texten auf Bildschirmen oder klassisch mit dem Buch in der Hand? Eine wissenschaftliche Studie aus Finnland kommt zu klaren Ergebnissen. Mithilfe des gezielten Einsatzes von digitaler Technik wurden in Singapur neue pädagogische Konzepte entwickelt. Was kann Deutschland vom PISA-Weltmeister Singapur lernen? Noch werden hierzulande verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung des digitalen Klassenzimmers diskutiert. Eine Schule in Erlangen experimentiert mit dem sogenannten Flipped Classroom: Die Schüler beschäftigen sich allein zu Hause per Video mit dem neuen Lernstoff. Im Unterricht soll so mehr Zeit für praktische Übungen, Diskussionen und Experimente bleiben. Ein Modellversuch mit Zukunft?
    Rerun
    W
  11. Poker Brain – Im Kopf der Profi-Zocker

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Wissenschaftler scannen drei Poker-Profis im MRT und machen dabei erstaunliche Entdeckungen, was die Hirnleistungen der Spieler betrifft. Die besten Pokerspieler der Welt können sich jeden Zug, jede Karte merken und kalkulieren Risiken und Chancen in Sekundenschnelle. Mit Coolness und ihrem meisterhaften Pokerface gewinnen sie so regelmässig die grössten Turniere der Welt. Was läuft während eines Bluffs im Gehirn ab? Mit welchen Tricks kontrollieren die Spieler ihre Emotionen? Und wie schaffen sie es, ihr Gedächtnis zu Höchstleistungen zu trainieren? Experten haben eine ganz besondere Pokerrunde organisiert, bei der sie drei weltberühmte Profispieler eingehend studieren.
  12. Ausgebremst – Überlebenskampf der Autobauer

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Dieselbetrug, Verkehrsinfarkt – und am Horizont zieht die elektrische Zukunft des Autos auf. Experten sind überzeugt: Derzeit findet eine der grössten Revolutionen der Autobranche statt. Viel steht auf dem Spiel bei den anstehenden Veränderungen: Es geht um Millionen von Arbeitsplätzen und die Wirtschaftskraft ganzer Staaten. Und wie wird die Mobilität der Zukunft letztlich aussehen? Im Wettstreit um Technik und Marktanteile verschieben sich derzeit die Machtverhältnisse. China, schon jetzt der wichtigste Automarkt der Welt, investiert massiv, um die eigene Autoindustrie zu stärken. Ausserdem setzt die Volksrepublik auf Elektromobilität. Ab 2019 muss bereits jedes zehnte Auto in China ein Elektro- oder Hybridmodell sein. Sonst drohen empfindliche Strafzahlungen. Auch Frankreich versucht sich an der Verkehrswende. In Paris werden komplette Strassenzüge für Autos gesperrt. Dieselfahrzeuge sollen 2025 ganz aus der Stadt verschwinden. Die Autoindustrie muss sich darauf einstellen. Denn wenn sie den Wandel nicht schafft, droht ihr ein Desaster. Volkswagen, der grösste Autokonzern Deutschlands, investiert mittlerweile Milliarden in Elektroautos und neue Mobilitätskonzepte – nachdem VW die Elektromobilität über Jahre verschlafen hatte. Sind Firmen wie Renault oder VW in diesen bewegten Zeiten gut genug für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet? Neue Herausforderer wollen die alten Hersteller jetzt unter Druck setzen. Der Ingenieur Carsten Breitfeld hat 20 Jahre für BMW gearbeitet. Dann hat er sich entschlossen, in China ein Start-up für Elektroautos zu leiten. Er ist überzeugt: Selten waren die traditionellen Hersteller so verwundbar wie jetzt. Der Film 'Ausgebremst' zeigt das Ringen führender Ingenieure, Manager, Lobbyisten und Politiker um die zukünftige Weltmarktführerschaft in der Automobilindustrie und analysiert Chancen und Risiken, die mit dem Wandel einhergehen.
    Director
    Dominic Egizzi
  13. Geheimakte Finanzkrise

    Droht der nächste Jahrhundert-Crash?

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Der Fall schien klar: Die US-Bank Lehman Brothers löste die Finanzkrise 2008 aus. 'ZDFzoom' enthüllt nun, welche Verantwortung die Deutsche Bank trug und wie sie um ihr Überleben kämpfte. Die Doku zeigt, dass die Deutsche Bank über Jahre wissentlich gefährliche Papiere verkaufte und 2007 provozierte, dass in Deutschland der Staat Banken stützen musste. Ihre eigenen Probleme vertuschte die Bank und rühmte sich, ohne staatliche Hilfe auszukommen. Diese Strategie hat die einst grösste Bank der Welt eingeholt. Seit Jahren hat sie mit den Folgen der Krise zu kämpfen. Der ehemalige Finanzminister Wolfgang Schäuble sagt über den einstigen Branchenprimus im Interview mit 'ZDFzoom': 'Wenn Sie sich die aktuelle Situation der Deutschen Bank anschauen, ganz übern Berg, um es höflich zu sagen, sind sie immer noch nicht. Deswegen hätten sie früher mit ein bisschen mehr Demut vielleicht ein bisschen von den grossen Schäden, die eingetreten sind, vermeiden können.' So hat die Bank Schrott-Kreditbündel in aller Welt geschnürt – auch in Deutschland – obwohl man wusste, dass viele faule Hypotheken dabei waren. Bis in den Juli 2007 verkaufte man die Papiere auch an die Deutsche IKB – bis die insolvent wurde. Als die IKB Hilfe brauchte, strich die Deutsche Bank die Kreditlinie. Ingrid Matthäus-Maier, damals die Chefin der Staatsbank KfW – Anteilseignern der IKB -, spricht in 'ZDFzoom' erstmals offen über diese Zeit und den damaligen Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann: 'Er hat diese Krise erst selber ausgelöst, um dann die anderen Beteiligten zu treiben, dass sie die Krise lösen, und zwar ohne dass die Privaten bluten. Wir fühlten uns erpresst als KfW-Vorstand, insbesondere von Ackermann. Er war mit Sicherheit der Brandstifter, der war weder integer noch war er anständig, er war skrupellos und hat sich das Problem vom Hals gehalten.' Auch aus der Bank selbst kommt scharfe Kritik. Erstmals gibt der aktuelle Chefökonom David Folkerts-Landau ein ausführliches Fernsehinterview. Die Strategie Ackermanns, um jeden Preis den Umsatz zu steigern, eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent zu fordern, sei 'töricht' gewesen: 'So vorauszustürmen war also ein grosses Risiko.' Geheime Unterlagen der Bank belegen, wie viel Risiko die Bank auf sich geladen hatte und wie schlecht es ihr schon im Oktober 2008 ging. Ackermann sagte damals: 'Es wäre eine Schande, wenn wir einräumen müssten, dass wir Geld vom Steuerzahler brauchen.' Der Chefökonom Folkerts-Landau dazu gegenüber 'ZDFzoom': 'Ich war bei dieser Telefonkonferenz dabei, als Joe (Ackermann) diesen Satz sagte. Es war eine der egozentrischsten politischen Entscheidungen, die ich je von einem leitenden Banker gesehen habe. Wenn wir das Geld genommen hätten, wäre Joe (Ackermann) seinen Job wohl losgeworden. Aber das hatte er offenbar so nicht vorgesehen.' Durch die Aussage Ackermanns sei verhindert worden, dass die Bank rechtzeitig aufgeräumt habe: 'Das war so ein schwerer politischer Fehler. Es ist einfach völlig unverständlich, wie ein hochrangiges Mitglied der Finanzindustrie diese Entscheidung treffen konnte.' Heute ist bekannt: Allein in den USA lieh sich die Deutsche Bank in kurzer Zeit über 70 Milliarden Dollar. Ausserdem profitierte sie von diversen direkten Finanzspritzen. Experten sind sich einig: Längst droht eine neue, schlimmere Krise. Die Verschuldung ist weltweit höher als nach dem Zweiten Weltkrieg. Wolfgang Schäuble sagt, dass die Wahrscheinlichkeit dafür spreche, dass die nächste Krise kommt. Der Chefökonom der Deutschen Bank, Folkerts-Landau, teilt diese Sorge: 'Ich wäre überrascht, wenn wir in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht wieder eine sehr schwere Krise erleben würden. Ich glaube, da kommt eine Reihe von Elementen zusammen, die mich buchstäblich nachts wach halten.' Mehr unter www.zoom.zdf.de
    Background information
    Das Doku- und Reportageformat wird jeden Mittwoch um 22.45 Uhr ausgestrahlt. Das Themenspektrum umfasst die Bereiche Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt.
  14. Schattenmacht Blackrock: Wie gefährlich ist der Finanz-Gigant?

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    Berichterstattung
    Produced in (country)
    D/USA/MEX
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Geld regiert die Welt. Und keiner verfügt über mehr davon als der amerikanische Finanzinvestor BlackRock. Wie viel Einfluss gibt ihm das auf Firmen, Politiker, ganze Länder – und auf uns? Über sechs Billionen Dollar verwaltet BlackRock im Auftrag seiner Kunden. Das meiste stammt von grossen Anlegern, aber auch Millionen Kleinsparer weltweit vertrauen dem mächtigsten Finanzkonzern der Welt ihr Geld an. Erstmals blickt eine Dokumentation hinter die Kulissen. Sie zeigt, wie dessen Machtfülle in den Jahren nach der Finanzkrise rasant gewachsen ist. Längst gibt es namhafte Experten, die in der unfassbaren Grösse von BlackRock eine Bedrohung für den freien Wettbewerb und die Stabilität der globalen Finanzmärkte sehen. Es ist das geliehene Geld seiner Kunden, das BlackRock immense Macht verleiht. Denn BlackRock entscheidet darüber, was mit den Billionen Dollars geschieht. Mit ihnen hat sich der Finanzinvestor bei führenden Weltkonzernen eingekauft. Derzeit ist BlackRock Grossaktionär bei Apple, Microsoft, Facebook, McDonald's, Siemens, BASF, Bayer, Airbus, PSA, Vivendi und vielen mehr. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Doch BlackRocks Einfluss geht weit über Unternehmensbeteiligungen hinaus. Der Investor berät Notenbanken und Finanzminister, hat direkten Zugang zu Regierungs- und Staatschefs. Nach seiner Wahl zum französischen Präsidenten etwa lud Emmanuel Macron Vertreter von BlackRock zu einem vertraulichen Termin in den Élysée-Palast. Das Wissen, das BlackRock bei solchen Gesprächen sammelt, ist Gold wert: Kein anderer Konzern und keine Behörde der Welt besitzen heute einen so umfassenden Einblick in die globale Finanzwelt wie BlackRock. In diesem Zusammenhang warnen Experten auch vor BlackRocks computergestütztem Analyseprogramm 'Aladdin'. Denn dessen Algorithmen sind längst nicht mehr nur für das Risikomanagement bei BlackRock verantwortlich, sondern auch für das anderer Investoren. Diese sichern sich gegen Bezahlung Zugriff auf das Programm. Damit aber beeinflusst 'Aladdin' direkt oder indirekt die Anlageentscheidungen von Investoren, die zusammen geschätzt etwa zehn Prozent aller weltweiten Anlagevermögen verwalten. Finanzexperten fragen sich: Wie gross darf der Einfluss von BlackRock noch werden? Sie treibt die Sorge um, dass die wachsende Dominanz des amerikanischen Finanzinvestors bei einer zukünftigen Börsenkrise zu einem gefürchteten 'Run for the Exit' führen könnte – zu einer Panik, bei der alle ihre Aktien nur noch verkaufen wollen. Spätestens dann würde sich zeigen, wie systemrelevant BlackRock wirklich ist. Die Dokumentation wurde in sechs Ländern rund um den Globus gedreht. BlackRock wollte sich vor der Kamera nicht äussern. Regisseur Tom Ockers ist es trotzdem gelungen, mithilfe namhafter Experten und intimen Kennern der Branche ein differenziertes Bild des grössten Finanzkonzerns der Welt zu zeichnen.
  15. Der Milliardencoup – Jagd auf einen Geldwäscher The Billion Dollar Bust

    Category
    Recht
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    AUS
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Die Jagd auf den meistgesuchten Geldwäscher der Welt – in einer atemberaubenden Dokumentation des australischen Fernsehens. Altaf Khanani machte über Jahrzehnte Geschäfte mit Terrorgruppen, Drogenkartellen und Rockerbanden. Dank seiner Fähigkeiten und Kontakte verfügten die Menschen, die diese Welt brennen sehen wollten, über sauberes Geld, um ihre Verbrechen in die Tat umzusetzen. 2014 kam die australische Polizei Altaf Khanani durch Zufall auf die Spur. Eine nervenaufreibende Jagd über alle Kontinente begann. Verdeckten Ermittlern der amerikanischen Drogenvollzugsbehörde gelang es nach Monaten der Vorbereitung schliesslich, Khanani eine Falle zu stellen. Höhepunkt einer internationalen Geheimoperation. 'Der Milliardencoup – Jagd auf einen Geldwäscher' gibt tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Verantwortlichen. Der Zuschauer ist dabei, wenn sich alle Puzzleteile ineinanderfügen – bis am Ende das Gesamtbild entsteht: einer der gefährlichsten Gangster der Welt – in Handschellen. Der in Pakistan geborene Khanani hatte sein Imperium über mehrere Jahrzehnte hinweg auf sechs Kontinenten aufgebaut. Bei einer Geldwäsche wird 'schmutziges' Geld, das über illegale Wege wie Drogenhandel oder Bestechung eingenommen wurde, mit Transaktionen 'gesäubert', die es unmöglich machen, die ursprüngliche Herkunft des Geldes nachzuvollziehen. Khanani organisierte und überwachte diese Geschäfte, baute ein kaum zu durchschauendes Netzwerk auf – und kassierte Kommissionen von seinen Kunden. Zum ersten Mal entwickelte das Geheimdienst-Netzwerk der 'Five Eyes' (bestehend aus Australien, den USA, Grossbritannien, Kanada und Neuseeland) einen gemeinsamen Plan, um die Organisierte Kriminalität zu bekämpfen.
    Rerun
    W
    Cast
    Linton Besser, Altaf Khanani
    Director
    Linton Besser
    Script
    Linton Besser, Sarah Ferguson
  16. Achtung Polizei! – Willkür, Pannen, Personalnot

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Die Kölner Silvesternacht 2015, die Krawalle rund um den G20-Gipfel und die aktuellen Rassismus-Vorwürfe – belegen diese drei grossen Polizeiskandale einen Fehler im System? Doch auch abseits der Hauptnachrichten offenbaren sich Pannen und Schwächen: Bagatelldelikte etwa werden scheinbar kaum noch geahndet, und immer wieder berichten Bürger, Opfer von Polizeigewalt geworden zu sein. Ist es das Versagen einzelner Beamter? Ist die Sicherheit der Bürger überhaupt noch gewährleistet? Politiker und Behördenvertreter wiederholen seit Jahren dieselben Argumente: Es gebe zu wenig Personal, die Ausrüstung sei so schlecht, die Polizei werde schlicht 'kaputtgespart'. Doch die Polizeivertreter sehen noch mehr Probleme: Die wenigen Beamten müssten nicht nur einen schier unüberwindbaren Berg an Arbeit bewältigen, sie bekämen auch noch Gegenwind aus der Bevölkerung. Der Bürger habe immer weniger Respekt, und man müsse sich nur, weil man im Dienst der Gesellschaft unterwegs sei, auch noch bei Einsätzen anpöbeln und bespucken lassen. Kurz: Es gebe keine Achtung mehr vor der Uniform. Dem einfachen Polizisten werde sein Beruf quasi unmöglich gemacht. Das sei umso unverständlicher, da doch die Polizei zu den Guten zähle, die ihr Leben für die Sicherheit der Bürger einsetze. Zu allem Überfluss fehle die Unterstützung durch Politik und Justiz. All diese Argumente sind bekannt, und auch die Dokumentation trifft Polizisten und ehemalige Polizisten, die vor allem diese Umstände beklagen. Doch wer näher hinsieht, merkt, dass es so einfach nicht sein kann: Der Einstellungsstopp bei den Beamten ist zum grössten Teil längst behoben – oder zumindest sind Änderungen geplant. Auch die Ausrüstung wurde vielfach nachgebessert. Dennoch bleiben die Probleme. Was ist los bei der Polizei? Und passt sie noch zu den Menschen, die sie schützen soll? Die Dokumentation schaut sich die am häufigsten genannten Argumente an und findet heraus, was die wirklichen Probleme bei der Polizei sind. Es kommen Gewerkschafter, Polizeiexperten, Politiker, Juristen, Menschenrechtler, Polizeiausrüster, Opfer von Polizeigewalt und Polizisten zu Wort. Die Spurensuche lohnt sich, denn vieles ist nicht so, wie es scheint, und die Dokumentation findet Antworten, die überraschen.
  17. Todesfalle Hochhaus – Der Brand im Grenfell-Tower

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    14. Juni 2017: Am Himmel über London hängen dichte Rauchschwaden. Der Grenfell-Tower steht in Flammen. Über 70 Menschen kommen in dieser Schicksalsnacht ums Leben. Eine Katastrophe von gewaltigem Ausmass. Ein Jahr später ist der Hergang der Ereignisse noch nicht restlos geklärt. Die Überlebenden, Hinterbliebenen, die Stadtverwaltung und die Regierung streiten sich noch immer um die Verantwortlichkeit. Was bleibt, sind viele Fragen. Wie konnte das Feuer binnen weniger Minuten die Fassade hochschiessen? Warum wurden vor dem Inferno die Beschwerden der Bewohner über die mangelnden Brandschutzvorrichtungen nicht gehört? Auch in Deutschland war die Verunsicherung nach der Tragödie gross. Auch hier wurden Wohnblöcke evakuiert. Alles Panikmache? Oder ernst zu nehmende Gefahr? Die deutsche Regierung kündigte flächendeckende Fassadenprüfungen an. Hier würde anders gebaut, hiess es, keine Chance für ein solches Feuer. Wirklich? Warum dann die Evakuierungen? Weiss man wirklich, wie es um mögliche Gefahren in deutschen Wohnblöcken steht? Wie gut wäre die Feuerwehr vorbereitet? Wäre so eine Katastrophe also auch hier in Deutschland möglich? Dieser Film begibt sich auf die Suche nach Antworten. Im Gespräch mit Feuerwehrleuten, Brandschutzexperten und einem Überlebenden, der den Flammen im Grenfell-Tower entkommen konnte, wird die Brandnacht rekonstruiert. Und mithilfe von Experten und Untersuchungen die Frage gestellt: Ist ein solches Inferno bei uns wirklich undenkbar?
  18. Blackout – Deutschland ohne Strom

    Category
    Technik
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2015
    Description
    Droht uns die totale Vernetzung, und sind wir gegen Cyberattacken gewappnet? Was passiert, wenn der totale Blackout eintritt? Wasser, Heizung, Verkehr – nichts geht mehr. Wie wahrscheinlich ist ein solcher Blackout? Wie gut sind Institutionen wie Krankenhäuser oder Atomkraftwerke vorbereitet? Eine Spurensuche, die manchmal klingt wie Science-Fiction, aber doch sehr real ist. Auf der einen Seite setzen die europäischen Stromversorger auf sogenannte Smart Grids: intelligente, vernetzte Stromsysteme, digitale Stromzähler, fernablesbar, aber auch fernsteuerbar – nahtlose Kommunikation über das Internet. Doch wie sicher ist das? Welche Lücken bestehen? Und können Zufälle oder gezielte Hackerangriffe zum Super-GAU führen?
  19. Alles für die Tonne

    Category
    Natur und Umwelt
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Die Deutschen sind 'Recycling-Weltmeister', sammeln, sortieren und entsorgen. Doch: Aus den allermeisten Verpackungen entstehen keine neuen. 'ZDFzoom' fragt: Was läuft schief beim Recycling? Seit 1991 hat sich die Menge der Kunststoff-Verpackungen nahezu verdoppelt. Selbst Müllriese REMONDIS klagt über immer schlechter verwertbare Verpackungen aus immer neuen Materialmischungen – designed vor allem für das Produkt-Marketing, nicht für das Recycling. Was nicht oder nur mit grossem Aufwand recycelt werden kann, landet in der Müllverbrennung. Und die boomt in Deutschland, seit 2005 das Deponie-Verbot erlassen wurde. Das liefert den Müllverbrennungsanlagen verlässlich neue Müllmengen an, von geschlossenen Müllverbrennungsanlagen redet dort niemand: 'Solange die Konjunktur brummt, ist an Rückbau nicht zu denken', formuliert Kai Störkel, Chef der Müllverbrennungsanlage Göppingen, im Interview mit 'ZDFzoom'-Autor Kersten Schüssler. Doch stehen eigentlich Abfallvermeidung, Wiederverwertung und Recycling ganz oben in der Recycling-Hierarchie. Auf europäischer Ebene macht nun Vize-Kommissionspräsident Frans Timmermans Druck, fordert nicht weniger als eine Plastik-Revolution: 'Unsere ganze Wirtschaft muss umgestaltet werden. Wir wollen dafür sorgen, dass alle Verpackungen in Europa im Jahr 2030 recyclingfähig sind', sagt Timmermans im 'ZDFzoom'-Interview. Dazu aber muss sich Plastik wirklich recyceln lassen. Dabei könnte Deutschland voranschreiten. Für den Chemiker und Verpackungstechniker Michael Braungart würde etwa ein Plastik-Pfand Produzenten dazu bringen, wirkliche Kreislauf-Verpackungen zu gestalten. Doch die Plastik-Lobby lehnt solche Vorschläge, Gesetze und Quoten rundweg ab: 'Wir sind prinzipiell keine Freunde von Quoten. Mit Quoten zementiert man bestimmte Situationen. Damit verhindern wir Innovationen', so Rüdiger Baunemann vom Lobby-Verband PlasticsEurope. Auch im Bundesumweltministerium will man lieber kleine Schritte gehen, als grosse Strategien verfolgen. Gutes Recycling müsse ja kein Kreislauf für die gesamte Müllmenge sein: 'Ob man wirklich 100 Prozent erreichen muss und ob alles wieder in Verpackungen umgewandelt werden muss – das wird schwierig', so Helge Wendenburg, Abteilungsleiter Ressourcenschutz im Bundesumweltministerium. Mehr unter www.zoom.zdf.de
    Background information
    Das Doku- und Reportageformat wird jeden Mittwoch um 22.45 Uhr ausgestrahlt. Das Themenspektrum umfasst die Bereiche Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt.
  20. plan b

    Themen: Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Kleidung ist zum Wegwerfartikel geworden. Durchschnittlich 60 Teile kauft jede(r) Deutsche pro Jahr und wirft genauso viele wieder weg – viermal so viel wie noch vor 20 Jahren. Unter der sogenannten Fast Fashion leidet die Umwelt genauso wie die Arbeitnehmer in Billiglohnländern. Doch das muss nicht sein: 'plan b' stellt innovative Modeschöpfer und Unternehmer vor, denen es gelingt, faire Mode schick und bezahlbar zu gestalten. Schon bei der Produktion eines jeden Kleidungsstücks fällt zusätzlich fast die Hälfte der Stoffmenge als Müll an. 'Warum diesen Rohstoffschatz nicht nutzen?', denkt sich die Textildesignerin Reet Aus in Estland und entwickelt nun aus solchen Stoffresten Recycling-Mode im grossen Massstab. Michael Spitzbarth ist Naturbursche und Modeschöpfer. Jahrelang versucht er, grosse Outdoor-Firmen dazu zu bewegen, nachhaltiger zu produzieren – ohne Erfolg. Da gründet er sein eigenes Label bleed und macht den Grossen nun vor, wie es geht. Bald will er sogar eine komplett regional hergestellte Bio-Jeans auf den Markt bringen. 'plan b' schaut ihm am Produktionsort in Helmbrechts in Oberfranken über die Schulter. Von Hamburg aus wollen Thekla Wilkenig und Pola Fendel den Kleidungs-Einzelhandel revolutionieren: 'Wir wollten raus aus dem Konsumwahn, aber trotzdem weiterhin immer cool gekleidet sein', sagen beide. Gemeinsam gründen sie die Kleiderei. 'Warum nicht Kleidung genauso leihen wie Bücher? So können wir unzählige Fehlkäufe verhindern und trotzdem immer wieder neue Mode ausprobieren.' Nun versorgen sie Hunderte Frauen monatlich mit einem Klamotten-Überraschungspaket ganz nach deren Style-Vorstellungen. Das Konzept ist so erfolgreich, dass es nun erste Grossunternehmen nachahmen wollen.
  21. Schmutzige Baumwolle – Sklaven der Textilindustrie

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Natürlich, angenehm zu tragen, modisch: Baumwolle wird mit hoher Qualität und Vielseitigkeit verbunden. Aber ist Baumwolle wirklich so sauber in der Produktion, wie es scheint? Ob Jeans, T-Shirts oder Planen, Öl und Viehfutter – für die Herstellung der Baumwollprodukte werden jährlich 37 Milliarden Euro ausgegeben. Vorwürfe wie Zwangsarbeit, Umweltverschmutzung und sogar Sklaverei haben den guten Ruf der Baumwolle beschädigt. Gleichzeitig wurde ein Markt für 'ethisch verantwortliche' Baumwolle geschaffen. Die ZDFinfo-Dokumentation verfolgt den Produktionsweg der Baumwolle, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen sie wirklich hergestellt wird.
  22. heute Xpress

    Category
    Nachrichten
    Production information
    Nachrichten
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    In dieser Kurzversion der ZDF-Nachrichtensendung werden die Zuschauer über die wichtigsten Ereignisse des Tages aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur informiert.
  23. Die Plastik-Invasion – Coca-Cola und der vermüllte Planet Plastique, la grande intox

    Category
    Natur und Umwelt
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    F
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Jede Sekunde werden weltweit zehn Tonnen Kunststoff produziert, davon landet ein Zehntel früher oder später in den Ozeanen. Schon 2050 könnten mehr Kunststoffe als Fische im Meer sein. Im Januar 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Bis 2030 verspricht die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastikflaschen verkauft, eine 'Welt ohne Verschwendung'. Filmemacherin Sandrine Rigaud suchte nach der Wahrheit hinter diesem hehren Vorsatz. In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens, offenbart sich ein anderes Bild. Hier warten alle auf rot-weisse Busse, gehen an rot-weissen Wänden entlang, und auf den Spielplätzen spielen die Kinder an rot-weissen Geräten. Das Logo ist überall. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen. Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmässig. Angesprochen auf das Dilemma in Afrika, reagiert Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, abwiegelnd: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.
    Rerun
    W
  24. Leschs Kosmos

    Themen: Die Plastik-Zeitbombe: Wege aus der Krise

    Category
    Technik/Wissenschaft
    Production information
    Magazin
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Einst hochbejubelt, werden wir es heute nicht mehr los: Plastik. Es findet sich überall, sogar als kleinste Teilchen in der Luft. Welche Gefahr besteht für Mensch und Umwelt durch Kunststoffe? Fieberhaft forschen Wissenschaftler nach Ersatz für herkömmliches Plastik. Haltbar soll es sein und sich nach Gebrauch komplett auflösen. Harald Lesch zeigt, warum sich ein Blick in die Natur lohnt und welche neuen Wege aus der Plastik-Krise führen könnten. Plastik ist günstig herzustellen, vielfältig einsetzbar, robust und langlebig. Doch genau das wird immer mehr zum Problem: Unmengen an Plastik treiben in den Ozeanen, und auch im heimischen Boden finden sich Rückstände von Kunststoffen. Selbst in der Luft schweben kleinste Plastikpartikel, das Mikroplastik, produziert vor allem durch Abrieb von Autoreifen, Kleidung und Teppichen. Mittlerweile ist in nahezu jedem noch so entlegenen Winkel Mikroplastik zu finden. Und in Zukunft wird die Belastung noch weiter ansteigen. Mit welchem Risiko? Noch ist nicht bekannt, wie gefährlich Plastik für die Gesundheit des Menschen ist. Dennoch werden einige gesundheitliche Beeinträchtigungen auf den hohen Gebrauch zurückgeführt. Auch fanden Forscher heraus, dass der Plastik-Zusatzstoff Bisphenol A möglicherweise die Bildung von sogenannten Kreidezähnen bei Kindern beeinflusst: empfindliche und poröse Zähne ohne Zahnschmelz im bleibenden Gebiss – trotz guter Pflege. Sogar im Unrat und in Abwässern suchen Wissenschaftler nach der Lösung des Plastik-Problems. Die Hoffnung: Bakterien zu finden, die Plastik abbauen. Und tatsächlich gibt es hier eine spannende Spur. Welche Alternativen könnte es zu der herkömmlichen Produktion von Kunststoffen aus Erdöl geben? Neben der Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf oder Holzfasern scheint vor allem die künstliche Spinnenseide vielversprechend zu sein. Das aus Seidenproteinen gewonnene Material ist elastisch und reissfest. Schon jetzt gibt es Prototypen von Sportschuhen aus Spinnenfasern. Selbst die Konstruktion von Flugzeugen soll in Zukunft mit künstlicher Spinnenseide möglich sein. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.
    Rerun
    W
  25. planet e.

    Themen: Blackout – Angriff auf unser Stromnetz

    Category
    Natur und Umwelt
    Production information
    Magazin
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Die Umstellung auf erneuerbare Energien macht das Stromnetz anfälliger für Hacker. Denn Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen produzieren nicht nur Strom, sondern auch jede Menge Daten. Ein Cyberangriff auf das Stromnetz kann grossen Schaden anrichten – wirtschaftlich und gesellschaftlich. Hamsterkäufe, Plünderungen, öffentliches Chaos – das wären mögliche Konsequenzen, wenn der Strom über längere Zeit ausfällt. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? 2015 und 2016 hatten Hacker in der Ukraine die Stromversorgung lahmgelegt. Mehr als 700 000 Haushalte waren stundenlang ohne Strom. Der Fall zeigt: Mit einem gross angelegten, koordinierten Angriff könnten Hacker den Strom flächendeckend ausschalten, womöglich für Tage oder sogar für Wochen. Ein Blackout ist eine echte Bedrohung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt immer wieder vor Cyberangriffen auf Energieversorger. 'Jeden Tag gibt es tausendfache Anklopfversuche aus dem Internet', bestätigt auch Florian Haacke, Leiter der Konzernsicherheit bei Deutschlands grösstem Stromnetzbetreiber innogy. Die grösste Schwachstelle ist oft der einzelne Mitarbeiter. Veraltete Systeme erhalten kein Update, Passwörter sind viel zu einfach gestaltet und werden zu selten geändert. In einem 'Cybergym' in der Nähe von Prag lernen Angestellte von Europas grossen Stromanbietern, wie man sich vor Hackerangriffen schützen kann. Doch Sicherheit muss man sich leisten können. Vor allem kleineren Energieversorgern fehlt es oft an Geld, um in die IT-Sicherheit zu investieren und ihre Mitarbeiter ausreichend zu schulen. Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen, ist einer der wenigen, die offen über den Nachholbedarf von Energieversorgern in Sachen Cybersecurity sprechen. Lebhaft erinnert er sich an den Moment, in dem ein Hacker ihn anrief: Es war ihm gelungen, in das Netz der Stadtwerke Ettlingen einzudringen. 'Ein Klick hätte genügt, um den Strom in der gesamten Stadt auszuschalten', erinnert sich Oehler an die Extremsituation. Er weiss, dass viele Stadtwerke ähnliche Software und Technik verwenden. Dadurch steigt die Gefahr, dass Hacker nicht nur ein Stadtwerk lahmlegen – sondern gleich mehrere auf einmal. 'Wenn hier in Nord-Baden zehn Stadtwerke abgeschaltet würden, dann hätten wir ein massives Problem', gibt er zu. Kein System ist zu 100 Prozent sicher, sagt Benjamin Kunz Mejri. Er muss es wissen: Von der NASA über Microsoft bis zu deutschen Stromkonzernen hat er schon unzählige Unternehmen gehackt. Doch Benjamin Kunz Mejri knackt die Datenbanken nicht mit kriminellen Absichten. Er ist ein 'guter' Hacker, ein sogenannter White Hat. Alle Sicherheitslücken, die er findet, meldet er den betroffenen Firmen – damit diese sie stopfen können. Benjamin Kunz Mejris neuestes Opfer: die Stadtwerke Bad Kreuznach. Der Hacker bläst zum Angriff auf den regionalen Energieversorger. Schafft er es, ins Netz der Stadtwerke einzudringen?
  26. Staatsfeinde in Uniform

    Category
    Politik Inland
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Droht Deutschland neuer Rechtsterrorismus? 'ZDFzoom' zeigt in der Dokumentation Hintergründe zu aktuellen und bereits laufenden Ermittlungen gegen Terrorverdächtige aus der rechten Szene. Autor Dirk Laabs recherchierte im Umfeld der Ermittlungen gegen Franco A. und zeigt, dass immer wieder dieselben Namen auftauchen. Gleichzeitig werden immer mehr Fälle auch innerhalb der Polizei bekannt – von Mitarbeitern mit rassistischer oder rechter Gesinnung. In der Dokumentation warnen gleich mehrere Politiker vor neuer rechter Gewalt. Konstantin von Notz von den Grünen sagt im Interview mit 'ZDFzoom': 'Ich glaube, wir müssen einfach die Gewalttätigkeit und auch die mörderischen Absichten, die es im rechtsextremistischen Bereich inzwischen immer stärker gibt, sehr, sehr ernst nehmen.' Und: 'Die Situation war seit 1945 nicht mehr so gefährlich.' Die Recherchen von 'ZDFzoom'-Autor Dirk Laabs belegen eine beängstigende Mischung. Spezialkräfte von Polizei und Bundeswehr, illegale Munition, Waffen. Rechte Feindbilder und Todeslisten mit Politikernamen. Martina Renner, Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Die Linke, sagt im Interview mit 'ZDFzoom' zur neuen rechtsradikalen Gefahr: 'Es kann ja ein Einzelner für sich den Tag X erklären. Ob er dann tatsächlich an dem Tag X über ein Gewehr verfügt, ist nicht die Frage, er kann auch sein Auto nehmen und in die nächste Gruppe von Antifa-Demonstranten reinfahren. Er braucht nur den Tatentschluss.' Die gesellschaftliche Stimmung werde immer brisanter, konstatiert auch Armin Schuster, CDU, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Im Interview mit 'ZDFzoom' fordert er, härter gegen rechtsnationale und extremistische Bestrebungen vorzugehen. Schuster wörtlich: 'In Deutschland hat sich etwas verschoben. Deshalb mache ich mir Sorgen. Ist es nicht leichter, dass ein NSU 2.0 entsteht, als damals?' Mehr unter www.zoom.zdf.de
    Rerun
    W
  27. Auf der Spur des rechten Terrors – Die sieben Geheimnisse des NSU

    Category
    Recht
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Der 'Nationalsozialistische Untergrund' zieht eine Blutspur durch Deutschland. Rechtsextreme Terroristen morden. Jahrelang wurde ermittelt. Doch viele Fragen sind noch immer ungelöst. Fünf Jahre verhandelte das Münchner Oberlandesgericht die Verbrechen des NSU. Zigtausende Akten, Aussagen und Beweise. Doch wie gross war der NSU wirklich? Und welche Rolle spielte der Staat?
    Rerun
    W
  28. Die Welt der Reichsbürger

    Träumer, Aussteiger, Extremisten

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Immer mehr Menschen wollen nichts mehr mit dem Staat zu tun haben. Eine Mischung aus Reichsbürgern, Selbstverwaltern und Systemverweigerern kehrt der Bundesrepublik den Rücken zu. Wie radikalisierten sich die Reichsbürger in den letzten Jahren? Welche Motive haben sie? Zum Vorschein kommt eine schillernde europäische Gemeinde von Anarchisten, Geschäftsleuten, Esoterikern und Abenteurern – zwischen selbst erklärtem Freiheitskampf und Eigensinn.
    Rerun
    W
  29. Die innere Unsicherheit – Wenn Bürger Streife gehen

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Achtung, Bürger auf Patrouille! In Deutschland tauchen immer wieder selbst ernannte Bürgerwehren auf, die behaupten, die Strassen wären nicht mehr sicher. Die oft martialischen Auftritte und Streifgänge provozieren. Was steckt hinter dem Phänomen? Die Dokumentation macht sich auf Spurensuche: Wer sind die Akteure? Welche Motivation haben sie? Was ist legal, und wo wird eine Grenze überschritten? Dabei wird schnell klar: So griffig der Begriff 'Bürgerwehr' in Zusammenhang mit Patrouillen im öffentlichen Raum auf den ersten Blick erscheint – dahinter kann sich vieles verbergen: von besorgten Bürgern über reine Netzaktivisten bis hin zu rechtsextremen Gewalttätern, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen. In der Dokumentation kommen ebenso Opfer zu Wort wie Akteure aus der rechten Szene, Kritiker, Anwohner, Polizisten und Forscher. Ein Gegenbeispiel aus Bayern zeigt zudem: Wer als Bürger Streife gehen will, kann das auch in Zusammenarbeit mit der Polizei tun – als Mitglied einer Sicherheitswacht. Doch untergraben Bürger auf Streife nicht langfristig das Gewaltmonopol des Staates? Können sie – selbst wenn sie mit dem Staat zusammenarbeiten – überhaupt ein Gefühl der Sicherheit erzeugen? Die Dokumentation gewährt spannende Einblicke und sucht nach Antworten: Viele Bürgerwehren gründeten sich als Reaktion auf die Ereignisse der Kölner Silvesternacht 2015. Ist Deutschland in den letzten Jahren tatsächlich unsicherer geworden?
    Rerun
    W
  30. Störfall AfD – Das Netz der Rechten

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Aktuell 91 Abgeordnete der AfD sitzen im Bundestag und bemühen sich um öffentliche Aufmerksamkeit. Gleichzeitig pflegen Teile der Partei ihre Kontakte ins Netzwerk der Neuen Rechten. Der Verfassungsschutz erkennt 'Anhaltspunkte für eine gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung ausgerichtete Politik'. Wohin entwickelt sich die AfD? Wer gehört zu ihren Unterstützern? Gibt es eine klare Abgrenzung gegen Rechtsextreme? Die Dokumentation beleuchtet öffentliche und nicht öffentliche Aktivitäten in und im Umfeld der 'Alternative für Deutschland' – mit zum Teil unveröffentlichtem Filmmaterial sowie namhaften Experten aus Wissenschaft und politischem Journalismus. Welches Konzept verfolgt die AfD, wer sind heute die massgeblichen Köpfe? Wie stark sind die Landesverbände im Osten, welche Bedeutung hat die innerparteiliche Gruppierung 'Der Flügel' rund um Björn Höcke? Gibt es ein Gegengewicht zum Rechtsaussen-Lager? Wer trifft sich mit wem hinter verschlossenen Türen? Und was hat es mit den vielen stimmungsvoll gemachten Videofilmchen im Netz auf sich?
    Rerun
    W
  31. Völkische Siedler – Schattenwelten auf dem Land

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Reportage
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2017
    Description
    Sie halten sich im Verborgenen und sprechen nicht mit der Presse – selbst der Name ist eine Annäherung, um das Phänomen zu fassen: völkische Siedler. Seit Generationen siedeln Familien mit rechter Gesinnung auf dem Land. Sie betreiben oft ökologischen Landbau, gehen traditionellen Handwerken nach und pflegen altes Brauchtum. Vor allem aber leben sie in allem ihre germanisch-völkischen Ideale. Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den völkischen Siedlern, analysiert deren historische Wurzeln und beschreibt ihren Einfluss in der aufblühenden rechten Szene von heute.
    Rerun
    W
  32. Massengrab Myanmar – Das Schicksal der Rohingya Frontline: Myanmar's Killing Fields

    Category
    Zeitgeschehen
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    USA
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Lange galt Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi als Hoffnung für Myanmar. Doch inzwischen wird sie beschuldigt, die Verfolgung der Rohingya-Muslime in ihrem Land geduldet zu haben. In 'Massengrab Myanmar' zeigt Dokumentarfilmer Evan Williams heimliche Videoaufnahmen von Menschenrechtsaktivisten in Myanmar. Berichte von Opfern und Angehörigen über bestialische Gräueltaten belegen, dass immer noch brutale Militärs das Sagen im Land haben. Aung San Suu Kyi setzte sich in den 1980er-Jahren für die gewaltlose Demokratisierung ihres Heimatlandes Myanmar, dem früheren Birma, ein und erhielt 1991 dafür den Friedensnobelpreis. Nach der Freilassung aus jahrelangem Hausarrest im Jahr 2010 und anschliessendem parteipolitischen Engagement ist sie seit 2016 Regierungschefin und Aussenministerin Myanmars. Wegen ihres Schweigens zur Politik der Unterdrückung, Vertreibung und Ermordung der Minderheit der Rohingya steht sie international in der Kritik. Stimmen mehren sich, dass der Einfluss der einstigen Hoffnungsträgerin Aung San Suu Kyi im Westen überschätzt wird und sie in Wahrheit unter Aufsicht der Generäle steht.
  33. Kinder des Dschihad

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Der Islamische Staat gilt offiziell als besiegt. Doch seine Propaganda-Videos kursieren noch immer im Internet. Sie belegen den unbarmherzigen Umgang des IS mit Kindern. Jungen mussten für das Kalifat kämpfen und töten. Mädchen wurden entführt, vergewaltigt und versklavt. Doch nicht alle wurden von den IS-Kriegern verschleppt. Hunderte von ihnen wurden von ihren europäischen Eltern nach Syrien gebracht, um dem Kalifat zu dienen. All diese Kinder sind Opfer einer Schreckensherrschaft, sie können aber jederzeit zu Tätern werden – auch in ihren Herkunftsländern in Europa.
  34. Gefährliche Rückkehrer – IS-Kämpfer in Deutschland

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Der sogenannte Islamische Staat ist geschlagen. Ehemalige Kämpfer kehren in ihre Heimat zurück – auch nach Deutschland. Eine Dokumentation über die gefährlichen Rückkehrer des IS. Was bedeutet es für deutsche IS-Rückkehrer, wenn sie realisieren müssen, dass ihr Traum von der vermeintlich 'islamischen Weltrevolution', für den sie einst ihre Heimat verlassen haben, zerplatzt ist? Sind sie ein unkontrollierbares Terrorpotenzial? Was bedeutet es für die deutsche Gesellschaft und die Sicherheitsbehörden, diese deutschen Staatsbürger wieder in der Bundesrepublik aufzunehmen? Und was passiert mit den deutschen Staatsbürgern, die sich gegenwärtig noch im Irak und in Syrien befinden – Männer, Frauen und Kinder, die nach dem Zusammenbruch des 'Kalifats' in Camps und Gefängnissen sitzen?
  35. Philippinen – Im Visier des IS

    Category
    Recht
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Description
    Der IS hat sich im Süden der Philippinen festgesetzt. Präsident Duterte hält am Kriegsrecht fest und verspricht den Muslimen mehr Autonomie, um den islamistischen Terror zu bekämpfen. Marawi ist die grösste muslimische Stadt auf den katholisch geprägten Philippinen. Vor zwei Jahren gelang es islamistischen Terrorgruppen, das Zentrum zu besetzen. Sie ermordeten Christen und zerstörten Marawi. Vom zugesagten Wiederaufbau ist bislang wenig zu sehen.
  36. Inside IS – Die geheimen Pläne der Terrormiliz Inside IS – Die geheimen Pläne der Terror-Miliz

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Sirte war einst eine blühende libysche Vorzeigestadt. Heute ist sie Hochburg des IS und nach schweren Kämpfen grösstenteils zerstört. Die Miliz ist weiter in der Offensive. Reporter Kamal Redouani fallen mithilfe eines jungen Kämpfers streng vertrauliche Dokumente in die Hände. Sie enthalten Informationen über die Funktionsweise der Terrormiliz, ihre akribische Brutalität und autoritäre Struktur. Die Dokumentation erzählt auf spannende Weise von der aussergewöhnlichen Entdeckung des jungen libyschen Kämpfers und gibt tiefe Einblicke in die Funktionsweise der wohl mächtigsten Terrororganisation der Welt.
  37. Iran – Zwischen Mullahs und Moderne Iran – A Giant awakes

    Category
    Zeitgeschichte
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    F
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Der Iran, das islamische Land im Mittleren Osten, ist seit 40 Jahren abgeschottet. Vor allem junge Menschen leiden unter dem Mullah-Regime und wünschen sich eine Öffnung gen Westen. Im Zentrum der Macht herrscht jedoch eine religiöse Elite, die sich dieser Öffnung entgegenstellt. An deren Spitze: Ayatollah Ali Khamenei. Mithilfe seiner berüchtigten Revolutionsgarden verteidigt er das Erbe der islamischen Revolution gegen jede Einmischung.
  38. Teheran extrem – Subkultur im Gottesstaat

    Category
    Politik Inland
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    F
    Produced in (year)
    2018
    Description
    Es scheint auf den ersten Blick so, als sei in der Islamischen Republik Iran alles, was im Westen für junge Menschen selbstverständlich ist, verboten. Selbst, wenn man Krawatten trägt oder einen Hund besitzt, riskiert man den Zorn der 'Gashte Ershad', der Tugend-Polizei. Aber nach 40 Jahren Theokratie haben insbesondere die jungen Iraner gelernt, sich ihre Nischen zu erobern. Sie sind inzwischen Spezialisten geworden, Grenzen zu übertreten und mit grossem Einfallsreichtum die Gebote der Tugendwächter zu umgehen. Für ihre geheime Lebensfreude riskieren sie Kopf und Kragen. 'Das Problem mit Alkohol ist, dass andere Menschen es riechen können und es Alkoholtests gibt. Um also high zu werden, bevorzugen die meisten Jugendlichen Drogen wie Cannabis', erzählt ein junger Mann. Trotz der Regeln rebellieren viele junge Menschen im Iran. Sie nehmen ihr Leben in die Hand und trotzen dem Regime, um heimlich zu feiern. 'Wenn sie mich fangen, kann es sein, dass ich ins Gefängnis gehen muss', sagt eine junge Frau, die auf einer geheimen Party feiert. Versteckt im Iran, erlangte ein französisches Filmteam Zugang zu einer versteckten Welt, in der alles verboten, aber auch alles möglich ist. 'Hier findest du jede Art von Kleidung – wie diese hier, ein bisschen sexy', schwärmt ein Mädchen. Junge Iraner enthüllen, wie sie das Regime überlisten, um auf privaten Partys und in geheimen Schönheitssalons das Leben zu führen, das sie wollen. 'Für Frauen ist das Freiheit', erzählen sie trotzig. Diese jungen Leute feiern gerne und versuchen so, ihrer Frustration mit dem regierenden Regime zu entkommen. 'Iraner mögen die Regierung und die Regeln der Regierung nicht, aber wir können nichts tun.' Mit ihren steigenden Lebenshaltungskosten und wenigen Jobs müssen sich die Jugendlichen gegen ihre Hoffnungslosigkeit in der Zukunft wehren. 'Je mehr Druck sie auf uns ausüben, desto mehr müssen wir rebellieren', sagt ein junger Untergrundaktivist.
    Rerun
    W
  39. Jemen – der Krieg, die Kinder und der Hunger

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Dokumentation
    Produced in (country)
    JEM
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Seit fast vier Jahren herrscht im Jemen ein Krieg, für den sich die Welt kaum interessiert. 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Am schlimmsten sei der Hunger im Land. Mohammed hat nicht einmal die Kraft zum Weinen. Der Säugling ringt um sein Leben, ist mit einer Fehlbildung geboren und hat kaum Hoffnung auf eine Operation. Denn es mangelt an allem, was es für eine solche Operation braucht: Strom, Sauerstoff, Medikamente. Vier von fünf Jemeniten sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Krieg hat viele Menschen vertrieben, die im eigenen Land Schutz suchen. Das Reporterteam reist in ein Lager, wo Geflüchtete völlig auf sich alleine gestellt sind. Verletzt, krank, traumatisiert – sie alle hier suchen nach Worten und Antworten auf die Frage, wer die treibenden Kräfte des Krieges sind. Viele wissen es nicht. 'Der Jemen ist elend, verwüstet und ein hoffnungsloser Fall', erzählt ein junger Jemenit, der sich und sein Land aufgegeben hat. Während ihrer Reise stossen die Autoren aber auch auf Menschen wie die zwölfjährige Noor, die sagt: 'Ich will Architektin werden und mein Land wieder aufbauen.' Die Dokumentation zeigt jedoch auch die komplizierte Ausgangslage des Konflikts. Die Hoffnung auf Frieden währt meist nur kurz: So waren durch Vermittlung der Vereinten Nationen mehrere Vereinbarungen zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, und der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung ausgehandelt worden. Hoffnungen auf einen Waffenstillstand wurden geweckt – und mussten kurz darauf wegen neuer Kämpfe wieder begraben werden.
  40. Der Fall Jane Andrews The Duchess, the Killer and Her Lover

    Category
    Recht
    Production information
    Reihe
    Produced in (country)
    GB
    Produced in (year)
    2014
    Description
    Die Dokumentation erzählt die Geschichten von aufsehenerregenden Fällen der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die Taten detailliert dargestellt. Polizei und Gerichtsmediziner erläutern die Motive und Hintergründe, exklusive Augenzeugen lassen durch ihre Schilderungen das Blut in den Adern gefrieren. Eine analytische Dokumentation über das Leben von Mördern und Opfern.
    Director
    Nick Aarons