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Aeschbacher

Themen: Andere Welten | Gäste: Flavio Fontana (ETH-Absolvent), Reynold Boschung (Schreiner), Heeja Kim (Sängerin), Wolf-Dieter Storl (Soziologe)

Kategorie
Talkshow
Produktionsinfos
Unterhaltung
Produktionsland
CH
Produktionsjahr
2017
Beschreibung
Flavio Fontana bringt Drohnen zum Fliegen. Der 32-jährige ETH-Absolvent programmiert Choreographien für den Broadway oder die ganz grossen Konzertbühnen. Nicht zuletzt dank den Entwicklungen des Freiburgers erobern Drohnen die weltweite Showszene. Bis zu hundert dieser ultraleichten Flugkörper heben gleichzeitig ab, verändern ihre Farbe und formieren sich ständig zu neuen Konstellationen. Eine Verschmelzung von Technik und Kreativität auf höchstem Niveau. Und das ist der Anfang. Reynold Boschung schnitzt Grabkreuze, wie sie im ganzen Land einzigartig sind. Auf dem Friedhof in Jaun FR erinnern Holztafeln mit zwei eingekerbten Motiven an das Leben der Verstorbenen. In stundenlanger Handarbeit schafft Boschung Reliefs mit Porträts oder Landschaften. Der gelernte Schreiner hat sich das Schnitzen selbst beigebracht und führt damit eine Tradition fort, die seit 1948 im Dorf besteht. Im kleinen Atelier des Jauners wartet ein weiteres Werk auf seine Vollendung – sein eigenes Grabkreuz nämlich. 'Das macht mich nicht weniger lebendig', sagt er mit einem Augenzwinkern. Heeja Kim ist in ihrer Heimat in Südkorea ein gefeierter Popstar, als sie 1977 in die Schweiz übersiedelt und neu beginnt. Sprache, Essen, Kultur: Alles ist fremd. Neugierig nimmt sie Jodelstunden, obwohl sie gar nicht weiss, was sie da juchzt. Musik verbindet, so lernt Heeja Kim die Schweizer kennen und lieben. Heute trägt sie die Baselbieter Tracht mit Stolz – erst recht, wenn sie dazu einen urchigen Jodel anstimmt, die erste Strophe davon in astreiner Mundart, die zweite auf Koreanisch. Wolf-Dieter Storl trägt einen Bart, den er nie schneidet. Vielleicht ist er deshalb auch bekannt als 'der Schamane aus dem Allgäu'. Bei 'Aeschbacher' berichtet der vielbereiste Soziologe von seiner wilden Jugend in den USA samt Hippie-Hochzeit, Rassenunruhen, Mondlandung und Woodstock. Jahre nach seiner Rückkehr nach Europa verzichtet Storl auf eine akademische Karriere und wählt ein Leben als Selbstversorger in der Abgeschiedenheit. Hier schreibt er praktisch jeden Winter ein Buch und schaut mit scharfem Blick und nicht milderer Kritik auf die Welt da draussen.