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Protest und Provokation

Die AfD im Bundestag

Kategorie
Politik Inland
Produktionsland
D
Produktionsjahr
2018
Beschreibung
Als die AfD bei der Bundestagswahl im September 2017 den Einzug in den Bundestag schafft, gibt Alexander Gauland noch am Wahlabend das Motto aus: 'Wir werden sie jagen!' Was seine Anhänger als Versprechen auffassen, klingt für andere wie eine Drohung. Doch was ist Monate später aus Gaulands Ankündigung geworden? Die neue Fraktion der AfD zieht mit 92 Abgeordneten in den Bundestag ein, ist dort sogar Oppositionsführerin. Doch von Anfang an sind die Abgeordneten isoliert – alle anderen Parteien lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD ab. Zudem macht die neue Fraktion schnell durch verbale Grenzüberschreitungen und Provokationen von sich reden. Was kann die AfD im Bundestag also überhaupt erreichen – und was will sie eigentlich? Die Fernsehkorrespondentinnen Marie-Kristin Boese und Karin Dohr haben die AfD im Bundestag in deren ersten Monaten beobachtet. Während die Medien sich vor allem dem mühevollen Ringen um eine Regierungsbildung widmen, beginnt die AfD ihre Arbeit weitgehend abseits der grossen Aufmerksamkeit. Vorhandene Risse innerhalb der Partei zeigen sich schnell. Wer hat tatsächlich das Sagen – das bürgerlich-konservative Lager oder die Völkisch-Nationalen? Wie sehr beeinflusst der Rechtsaussen-Flügel rund um Björn Höcke die Fraktion im Bundestag? Diesen Fragen gehen die Autorinnen in ihrer Langzeitbeobachtung nach. Seit dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag haben sie die Neulinge begleitet: zu Sitzungen im Bundestag und auch zu externen Parteiveranstaltungen. In der Dokumentation werten die Korrespondentinnen die Arbeit der AfD im Plenum aus und analysieren, welche Themen die Fraktion setzt – und ob sie damit punkten kann. Überdies zeigen sie auf, wie die anderen Parteien um eine Antwort auf die Frage ringen, wie mit den Neuen im Bundestag eigentlich umzugehen ist.