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  1. Neumatt

    Muttererde

    Category
    Drama
    Production information
    Drama
    Produced in (country)
    CH
    Produced in (year)
    2022
    Description
    Sarah hat Urs mit einer Metallstange verletzt. Jetzt droht ihr ein Strafverfahren. Urs will auf eine Anzeige verzichten – unter einer Bedingung: Sarah darf im Zusammenhang mit ihm das Wort 'Vergewaltigung' nicht mehr in den Mund nehmen. Statt sich auf Urs' Bedingung einzulassen, führt ihm Sarah auf der Neumatt nochmals vor Augen, was damals passiert ist und wie es ihr bei seinem sexuellen Übergriff gegangen ist. Urs' Reaktion überrascht Sarah. Jessie hat die Prüfung zur Landwirtin mit Bestnote bestanden. Jetzt kann sie Sarah ablösen und die Betriebsleitung der Neumatt übernehmen. Doch in den vergangenen Monaten hat Sarah die Leidenschaft für die Hofarbeit, die Liebe zur Neumatt wiederentdeckt. Will sie Betriebsleiterin bleiben? Sarahs Entscheid hat Konsequenzen für Jessie und Lorenz. Denn wenn Sarah bleibt, will Jessie den Hof verlassen. Zwischen Döme und Michi kriselts. Döme weiss, dass Michi ihn betrügt. Er will Michi aber nicht verlieren und geht so weit, dass er ihm seinen Seitensprung verzeiht und zukünftige erlaubt. Michi geht es aber nicht um Sex. Er hat Zweifel an der Beziehung mit dem zunehmend psychisch labilen Döme. Ein Ereignis in der Nähe seines Arbeitsortes bestätigen Michis Zweifel: Döme steuert auf einen Zusammenbruch zu. Die 'Farmer Of The Week'-Kampagne kommt zwar gut an. Sie ist aber teuer, wirft zudem nicht mehr Gewinn ab. Ganz im Gegensatz zu Konkurrent Megamarkt – die Billigkette reitet auf einer Erfolgswelle. Das macht SwissPlus-Chefin Regula wütend. Sie verlangt, dass Michi einen Ausweg sucht. Er versucht eine Übereinkunft mit Megamarkt-Manager Morel zu finden. Doch der freut sich über die Gelegenheit, seinem Widersacher eines auszuwischen und lässt Michi genüsslich auflaufen. Dieser gibt aber nicht auf und sucht eine neue Verbündete – seine Mutter Katharina. Doch für ihre Hilfe verlangt Katharina ihrerseits Unterstützung für ein ehrgeiziges Projekt.
    Episode number
    7
    Cast
    Julian Koechlin, Rachel Braunschweig, Sophie Hutter, Jérôme Humm, Rumo Wehrli, Anouk Petri
    Director
    Andrea Staka, Christian Johannes Koch
    Script
    Marianne Wendt, Christian Schiller, Ruth Rehmet, Rahel Grunder, Luisa Ricar
1-40 of 15 entries

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  1. Der Tod – Die beste Entscheidung meines Lebens

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Gesellschaft allgemein
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    'Der Tod ist die beste Entscheidung meines Lebens', sagt der 23-jährige Noah B. Er wendet sich an einen Sterbehilfeverein. Nach einem Unfall liegt Noah B. tagelang im Koma. Als er erwacht, muss der damals 20-Jährige erfahren, dass er sich nie wieder wird bewegen können. Er ist vom Hals abwärts gelähmt. 'Wenn man mir die Frage gestellt hätte, ob ich den Unfall gerne überlebt hätte oder lieber nicht – ich hätte immer gesagt: lieber nicht überlebt', sagt Noah noch im Krankenhaus zu seiner Mutter, die ihn bittet, es doch wenigstens zu versuchen, so zu leben. Und Noah versucht es drei lange Jahre. Er beginnt ein Studium, trifft Freunde, lebt inmitten von Menschen, die ihn lieben und die er liebt. Und dennoch: Es bleibt das Gefühl, dass ihm dieses Leben nicht reicht. Gefangen im eigenen Körper, bewegungslos sein, das sei nicht er, sagt der ehemalige Profisportler. Deshalb wächst in ihm schon sehr früh der Wunsch nach Sterbehilfe. Der 23-Jährige meldet sich – nach zweieinhalb Jahren im Rollstuhl – bei einem Sterbehilfeverein an. Eine Entscheidung, die für seine Angehörigen kaum zu ertragen ist. Er weicht den Fragen nach Für und Wider der Sterbehilfe nicht aus, auch der Diskussion mit seinen geliebten Angehörigen nicht. 'Noah weiss, dass es für uns unerträglich ist. Aber das ist etwas, was er mir von Anfang an gesagt hat, dass es jetzt mal um ihn geht und dass er jetzt nicht mehr auf uns Rücksicht nehmen kann. Denn er hat erkannt, dass er den Weg, den er bis hierher gegangen ist, für andere gegangen ist, also für uns', sagt seine Mutter. Sie vertraue ihrem Sohn und würde sich nicht anmassen wollen, zu beurteilen, wie es sei, in Noahs Haut zu stecken. Das Ende selbst bestimmen zu dürfen, gibt Noah ein Gefühl von Kontrolle und Freiheit zurück, sagt er, und die Hoffnung, ein allerletztes Mal auf Hilfe angewiesen zu sein. Am 5. Februar 2022 fliesst der tödliche Medikamentencocktail durch seine Adern. Er hat seinen Tod in ein Zeitfenster gelegt, in dem der professionell assistierte Suizid erlaubt ist. Denn am 26. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht in einem bahnbrechenden Urteil den umstrittenen Strafrecht-Paragrafen 217 für null und nichtig erklärt. Die '37°'-Autorin Tina Soliman und der Kameramann Torsten Lapp begegnen in ihrem Film Noah B. und seiner Entscheidung für den Tod.
  2. Frühling

    Kleiner Engel, kleiner Teufel

    Category
    TV-Melodram
    Production information
    Melodram
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    Die 9-jährige Stella, das mittlere Kind einer scheinbar heilen Familie aus 'Frühling', wirkt wie ein kleiner Engel und nur Katja erkennt ihre beinah teuflischen Züge. Katja und Tom sind schwer verliebt und verbringen viel Zeit bei Tom zu Hause, was Adrian für ausschweifende Partys ausnutzt, während Lilly sich fragt, ob sie einfach nicht für Beziehungen gemacht ist und Leslie von Andi mit fiesen Mitteln drangsaliert wird. Katja fährt eigentlich nur noch zum Klamottentauschen nach Hause, und um nach Adrian zu sehen, der sich mehr und mehr von ihr zurückzuziehen scheint. Als sie eines Morgens unangekündigt zu Hause auftaucht, ist die Küche komplett verwüstet und in ihrem Bett liegen zwei mehr oder minder nackte Personen. Eine davon ist ausgerechnet Flo, der schon mehrfach ausgesprochen unangenehm aufgefallen ist. Nachdem sie den verkaterten Adrian zusammengestaucht hat, verschwindet Katja in die Dorfhelferinnen-Station, wo sie ihrem Ärger gegenüber Pfarrer Sonnleitner Luft macht – auch Lilly hört unbeabsichtigt mit. Zur gleichen Zeit spaziert die 9-jährige Stella mit ihrem kleinen Bruder Moritz im Kinderwagen durch Frühling in den Wald, wo sie auf einer Lichtung ein Wespennest entdeckt. Nachdem sie die Wespen mit Steinen und Stöcken dazu gebracht hat, wütend ihr Nest zu verlassen, lässt sie ihren Bruder zurück und geht vergnügt nach Hause, um dort mit Panik in der Stimme nach ihrer Mutter zu rufen. Zum Glück ist Moritz nichts Schlimmeres passiert, aber er soll zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Frau Dr. Schneiderhan bittet Katja, bis zum Abend auf Stella und den älteren Bruder Tommy aufzupassen. Nur zu gern kommt Katja der Bitte nach, hält es sie doch vorübergehend davon ab, sich mit Adrians Verhalten auseinanderzusetzen, der nun auch noch Flo erlaubt hat, bei ihnen im Haus einzuziehen. Katja beschleicht bei Stella schnell ein komisches Gefühl: Das Mädchen wirkt so unbeteiligt und unberührt von dem Wespen-Zwischenfall und beschwert sich auch noch über zwitschernde Vogelküken vor ihrem Fenster. Stellas Eltern Ida und Georg Lamprecht reagieren jedoch ungläubig und äusserst ungehalten, als Katja mit ihnen über das auffällige Verhalten ihrer Tochter sprechen möchte.
    Cast
    Simone Thomalla, Kristo Ferkic, Christoph M. Ohrt, Johannes Herrschmann, Jan Sosniok, Stephanie Schönfeld, Katharina Weitzendorf
    Director
    Thomas Kronthaler
    Script
    Natalie Scharf
  3. pur+ PUR+

    Themen: Zucker – süsses Gift?

    Category
    Kindermagazin
    Production information
    gemischte Themen
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Zucker schmeckt herrlich süss, aber ist nur in geringen Mengen gesund. Die Lebensmittelhersteller stört das nicht: Sie verwenden deutlich mehr Zucker als nötig und machen uns dadurch süchtig. Das hat Folgen: Kinder, aber auch Erwachsene, werden immer dicker. Im 'PUR+'-Experiment versucht eine Familie eine Woche lang nur die Hälfte ihres normalen Zuckerverbrauchs zu konsumieren. Welche Lebensmittel sind erlaubt? Schmecken sie? Fehlt ihnen 'süss'? Zucker ist billig, konserviert Marmelade, lässt Hefeteig aufgehen und sorgt für eine knusprige Bratenkruste. Doch Zucker steckt oft auch in Lebensmitteln und Getränken, wo wir ihn gar nicht vermuten. Sind zuckerfreie Lebensmittel gesünder? Und was bedeutet überhaupt 'zuckerfrei'? 'PUR+'-Moderator Eric Mayer macht zusammen mit einer Food-Designerin den Test mit Schülern: Es gibt Pudding, Eis und Schokoaufstrich – jeweils mit und ohne Zucker. Werden die Schüler den Unterschied schmecken? Welche Variante sagt ihnen mehr zu?
    Director
    Uli Schenk
    Script
    Eva Dannenberg
  4. Volle Kanne – Service täglich

    Themen: Nebenkostenabrechnung – Was ist erlaubt und was nicht / Vegetarischer Weihnachtsbraten – Rezeptvorschlag von Mario Kotaska / Schwer krank und einsam – Was Betroffenen helfen kann / Cranberry-Scones – Rezeptvorschlag von Cynthia Barcomi | Gäste: Horst Lichter (Entertainer)

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    gemischte Themen
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    Das ZDF-Magazin präsentiert prominente Gäste und viel Service am Morgen. Dazu gibt es Rezepte, Verbraucher- und Gesundheitstipps sowie Trends rund ums Wohnen, um Garten, Sport und Mode.
  5. Die Fake-Falle – Das Milliardengeschäft mit gefälschten Produkten

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    Gesellschaft allgemein
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    Das Geschäft mit Fake-Produkten boomt. Denn gefälscht wird alles, was erfolgreich ist. Die Gefahren für die Verbraucher sind gross, der Schaden für die Wirtschaft ist riesig. Kinderspielzeug, Autobremsen, medizinische Beatmungsgeräte – es gibt kaum ein Produkt, das nicht gefälscht wird. Der weltweite Handel mit Produktfälschungen beläuft sich laut Studien jährlich auf mehr als 460 Milliarden Dollar. Die Gewinne für die kriminellen Anbieter sind laut Experten höher als im Drogenhandel. Die Produktfälschungen werden dabei immer besser, viele sehen den Originalen zum Verwechseln ähnlich. Verbraucher fallen darauf herein, wenn sie Originale zum Schnäppchenpreis erwerben wollen und am Ende mit Fakes betrogen werden. Andere suchen dagegen gezielt nach Produktfälschungen, um dadurch Geld zu sparen. Die Folgen aber können lebensgefährlich sein. Denn die Fälschungen der Produktpiraten bergen oft grosse Risiken für die Käufer: beispielsweise durch gefährliche Inhaltsstoffe, fehlende Funktionen oder mangelnde Qualität. Bei sicherheitsrelevanten Fahrzeug-Bauteilen wie Bremsen kann das lebensgefährlich sein. Die Dokumentation zeigt anhand von Probekäufen und Fake-Tests die Gefahren und die Dimension der illegalen 'Schattenwirtschaft', sie entlarvt Hintermänner und Anbieter von Fake-Produkten und lässt Insider zu Wort kommen, die auspacken. Verbraucher schildern, wie sie auf Produktfälschungen hereingefallen sind, und Unternehmer berichten, welche Schäden sie durch die immer dreister agierenden Kriminellen haben. Ausserdem erklären Experten, was beim Fake-Kauf erlaubt und was verboten ist, und geben Tipps, worauf man vor allem im Internet achten sollte, um nicht in die 'Fake-Falle' zu tappen. Zudem muss sich die Politik fragen lassen, ob das immer grösser werdende Problem hierzulande ernst genug genommen und ausreichend viel gegen die Flut der Fake-Produkte getan wird.
  6. Gesundheit für alle – Damit Armut nicht krank macht

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    gesellschaftliche Problematik / Soziale Brennpunkte
    Produced in (country)
    D/NL/I
    Produced in (year)
    2022
    Description
    In welche Familie ein Kind geboren wird, wo es aufwächst und zur Schule geht, was es später mal verdient: All das beeinflusst die Gesundheit ein Leben lang – und sogar den Tod. Frauen mit niedrigem Einkommen leben laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts fast viereinhalb Jahre kürzer als Gutverdienerinnen, arme Männer sterben sogar knapp neun Jahre früher als reiche. Doch es gibt Wege, diese Zusammenhänge zu durchbrechen. Ärzte und Sozialarbeiter, Pflegekräfte und Therapeuten kämpfen an unterschiedlichen Orten für das gemeinsame Ziel: Gesundheit für alle – unabhängig von Einkommen, Herkunft und Bildung. 'Unsere Idee ist, dass man ein soziales Stadtteilzentrum mit einem Gesundheitszentrum verbindet', erklärt Eva Weirich. Zusammen mit 25 Mitstreitenden aus verschiedenen Disziplinen hat die Gesundheitswissenschaftlerin ein Kollektiv gegründet, das in Berlin-Neukölln ein neuartiges Zentrum aufbaut. Der Ansatz: Nicht nur Medikamente verschreiben, sondern die gesamte Lebenssituation in die Therapie einbeziehen. Dabei arbeiten die Ärzte eng mit Psychotherapeuten, Sozialarbeitern und Pädagogen zusammen. Kommt der Bluthochdruck vielleicht von Problemen mit dem Vermieter? Oder verursachen Konflikte in der Familie die chronischen Kopfschmerzen? Neben medizinischer Versorgung bietet das Stadtteilgesundheitszentrum Hilfestellungen im Alltag. Allen Kindern eine gesunde Zukunft ermöglichen – das hat sich das Gesundheitsamt in Amsterdam auf die Fahnen geschrieben. 'Man sieht, dass finanzielle Probleme Einfluss darauf haben, was auf den Tisch kommt und was die Kinder zur Schule mitnehmen', beobachtet Gaby Etman, Leiterin der De Buikslotermeer-Schule im Norden der Stadt. Daher gibt das 'Amsterdam Healthy Weight Programm' strenge Regeln für die Pausensnacks vor: Softdrinks, Kuchen und Kekse sind verboten, in den Frühstücksboxen sind nur Obst, Gemüse und Vollkornbrot erlaubt. Daneben gibt es für Kinder mit sportlichen Defiziten Förderunterricht. Jedes Jahr investiert die Stadt ausserdem zweieinhalb Millionen Euro in Massnahmen wie bessere Spielplätze, günstige Sportangebote in Vereinen und Kochkurse für Eltern. Das Ziel: Bis 2032 soll kein Amsterdamer Kind mehr zu dick sein. 'Wir wollen den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit aufbrechen und alle auf die gleiche Art und Weise behandeln', erklärt Antonio Panarello seine Mission. Der Gynäkologe kämpft am Ospedale Evangelico Betania im neapolitanischen Stadtteil Ponticelli für das Wohl junger Frauen – und der nächsten Generation. Hier, in einer der ärmsten Gegenden Italiens, gibt es deutlich mehr Teenager- und Risikoschwangerschaften als im Rest des Landes. Sexualaufklärung gehört daher zum Konzept der Klinik, ausserdem eine häusliche Betreuung der Familien durch Sozialarbeiter. Weil viele Patientinnen den Weg in die Klinik nicht finden, ist Panarello regelmässig mit einem Gesundheitsmobil im Viertel unterwegs und hält kostenlose Sprechstunden. 'Unser Ziel ist, dass alle gleichermassen behandelt werden', erklärt der Gynäkologe, 'das ist die humanistische Pflicht des Arztberufes.'
    Rerun
    W
  7. Gesundheit für alle – Damit Armut nicht krank macht

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    gesellschaftliche Problematik / Soziale Brennpunkte
    Produced in (country)
    D/NL/I
    Produced in (year)
    2022
    Description
    In welche Familie ein Kind geboren wird, wo es aufwächst und zur Schule geht, was es später mal verdient: All das beeinflusst die Gesundheit ein Leben lang – und sogar den Tod. Frauen mit niedrigem Einkommen leben laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts fast viereinhalb Jahre kürzer als Gutverdienerinnen, arme Männer sterben sogar knapp neun Jahre früher als reiche. Doch es gibt Wege, diese Zusammenhänge zu durchbrechen. Ärzte und Sozialarbeiter, Pflegekräfte und Therapeuten kämpfen an unterschiedlichen Orten für das gemeinsame Ziel: Gesundheit für alle – unabhängig von Einkommen, Herkunft und Bildung. 'Unsere Idee ist, dass man ein soziales Stadtteilzentrum mit einem Gesundheitszentrum verbindet', erklärt Eva Weirich. Zusammen mit 25 Mitstreitenden aus verschiedenen Disziplinen hat die Gesundheitswissenschaftlerin ein Kollektiv gegründet, das in Berlin-Neukölln ein neuartiges Zentrum aufbaut. Der Ansatz: Nicht nur Medikamente verschreiben, sondern die gesamte Lebenssituation in die Therapie einbeziehen. Dabei arbeiten die Ärzte eng mit Psychotherapeuten, Sozialarbeitern und Pädagogen zusammen. Kommt der Bluthochdruck vielleicht von Problemen mit dem Vermieter? Oder verursachen Konflikte in der Familie die chronischen Kopfschmerzen? Neben medizinischer Versorgung bietet das Stadtteilgesundheitszentrum Hilfestellungen im Alltag. Allen Kindern eine gesunde Zukunft ermöglichen – das hat sich das Gesundheitsamt in Amsterdam auf die Fahnen geschrieben. 'Man sieht, dass finanzielle Probleme Einfluss darauf haben, was auf den Tisch kommt und was die Kinder zur Schule mitnehmen', beobachtet Gaby Etman, Leiterin der De Buikslotermeer-Schule im Norden der Stadt. Daher gibt das 'Amsterdam Healthy Weight Programm' strenge Regeln für die Pausensnacks vor: Softdrinks, Kuchen und Kekse sind verboten, in den Frühstücksboxen sind nur Obst, Gemüse und Vollkornbrot erlaubt. Daneben gibt es für Kinder mit sportlichen Defiziten Förderunterricht. Jedes Jahr investiert die Stadt ausserdem zweieinhalb Millionen Euro in Massnahmen wie bessere Spielplätze, günstige Sportangebote in Vereinen und Kochkurse für Eltern. Das Ziel: Bis 2032 soll kein Amsterdamer Kind mehr zu dick sein. 'Wir wollen den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit aufbrechen und alle auf die gleiche Art und Weise behandeln', erklärt Antonio Panarello seine Mission. Der Gynäkologe kämpft am Ospedale Evangelico Betania im neapolitanischen Stadtteil Ponticelli für das Wohl junger Frauen – und der nächsten Generation. Hier, in einer der ärmsten Gegenden Italiens, gibt es deutlich mehr Teenager- und Risikoschwangerschaften als im Rest des Landes. Sexualaufklärung gehört daher zum Konzept der Klinik, ausserdem eine häusliche Betreuung der Familien durch Sozialarbeiter. Weil viele Patientinnen den Weg in die Klinik nicht finden, ist Panarello regelmässig mit einem Gesundheitsmobil im Viertel unterwegs und hält kostenlose Sprechstunden. 'Unser Ziel ist, dass alle gleichermassen behandelt werden', erklärt der Gynäkologe, 'das ist die humanistische Pflicht des Arztberufes.'
  8. aspekte

    Themen: Bin ich schön!? Wie unser Körperbild sich wandelt

    Category
    Dokumentation
    Production information
    Zeitgeschichtlicher Stoff
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    Dick, dünn, behaart, tätowiert, mit Cellulite oder ohne, gross, klein, weiblich, männlich und alles dazwischen – in puncto Körperbilder scheint heute alles erlaubt. Wenn Vielfalt das Gebot der Stunde ist – warum herrscht doch noch so viel Unsicherheit in Bezug auf den eigenen Körper? Katty Salié trifft beleibte, behinderte, gealterte und queere Menschen und spricht mit ihnen über sich wandelnde Körperbilder. Monchi, Frontmann der Politpunkband Feine Sahne Fischfilet, wog jahrelang 182 Kilogramm – bis er sich entschloss, radikal abzunehmen. In seiner Autobiografie 'Niemals satt' erzählt er davon, dass er nie wieder so viel wiegen will. Schluss mit dem Schlankheitswahn – fordert die Bloggerin und Aktivistin Julia Kremer. In ihren Augen sind übergewichtige Menschen die letzte Minderheit, die noch ungestraft diskriminiert werden darf. Hat Deutschland ein Problem mit Fettfeindlichkeit, obwohl die durchschnittliche Konfektionsgrösse bei 42/44 liegt? Unser Körperbild prägen häufig zuerst die Eltern. Bei Schriftstellerin Daniela Dröscher war es der Vater: Für ihn war nur schlank schön – und dick hässlich. Das erdrückende Thema in der Familie: das Gewicht der Mutter. Dröscher befreite sich von diesen Vorstellungen, indem sie ihre Geschichte aufschrieb: in ihrem Roman 'Lügen über meine Mutter'. Während es bei Frauen meist ums Schlanksein geht, steht bei Männern der Muskelaufbau im Vordergrund. Auch Philosoph Björn Vedder wurde vom Sportfieber gepackt – immer muskulöser sollte sein Körper werden. Wie es dazu kam, darüber hat der Philosoph in seinem Buch 'Solidarische Körper' nachgedacht. Nie zuvor in der Geschichte hat man sich so viel selbst angestarrt wie heute. In einer Zeit, in der die sozialen Medien permanent perfekte Proportionen und makellose Körper präsentieren, fragt die schwedische Comicbuch-Autorin Liv Strömquist, wie sich die tägliche Flut idealisierter Bilder und die Selfie-Kultur auf uns auswirken. In ihrer Graphic Novel 'Im Spiegelsaal' seziert sie den Schönheitskult von Kaiserin Sisi bis zu Instagram-Ikonen wie den Kardashians. Avi Jakobs machte vor Kurzem bekannt, eine nichtbinäre Transperson zu sein. Die Beauty-Expertin der Show 'Queer Eye Germany' setzt sich dafür ein, dass Menschen, die nicht entweder männlich oder weiblich sind, sichtbarer werden. Für Befreiung stehen auch die nackten Körper im spektakulären Tanztheater der österreichischen Choreografin Florentina Holzinger. Sie fragt: Was können unsere Körper, wenn wir aufhören, darüber nachzudenken, wie sie dabei aussehen? Frauen über 50 mit ungestrafften Körpern? Gibt es im Kino selten. Schon gar nicht nackt. In ihrem neuen Film 'Meine Stunden mit Leo' entblösst sich die grosse Emma Thompson völlig – und fordert, sich endlich an den Anblick ungeschönter Körper zu gewöhnen. Eine, die das schon vor Jahren getan hat, ist die inzwischen 78-jährige Ursula Werner. In Andreas Dresens bahnbrechendem Film 'Wolke 9' über Sex im Alter zeigte sie sich ganz natürlich nackt. Mit Katty Salié bespricht sie, wie man mit Würde altert. Was aber geschieht, wenn der Körper zerstört wird, plötzlich gelähmt ist? Wie ändert sich das Verhältnis zum eigenen Körper? Darüber spricht 'aspekte' mit Samuel Koch, der seit seinem Unfall in 'Wetten, dass..?' 2010 vom Hals abwärts gelähmt ist. Trotz schwerer körperlicher Einschränkungen hat er eine Karriere als Schauspieler eingeschlagen und geht 2023 mit seiner Show 'Schwerelos' auf Tour.
  9. einfach Mensch

    Leo: Mein Leben mit Tourette

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    gesellschaftliche Problematik / Soziale Brennpunkte
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    'Ha! Ich will Gemüse!', und plötzlich fliegen Lebensmittel durch die Wohnung. Schuld an dieser Reaktion ist das Tourettesyndrom von Leo Weckmann. Bei dem 18-Jährigen kam es allerdings erst im Alter von sechs Jahren zum Vorschein. Damals dachten seine Eltern noch, dass ihr Sohn sich einen blöden Scherz erlaubt. Als sie aber merkten, dass Leo nicht damit aufhören kann, fuhren sie sofort zum Neurologen. Die Diagnose Tourettesyndrom war für die Familie ein grosser Schock. Mittlerweile haben aber alle gelernt, mit der angeborenen Erkrankung des Nervensystems umzugehen. Sie bestimmt Leos ganzes Leben, weswegen er ihr einen Namen gegeben und das Tourettesyndrom 'Noah' getauft hat. 'Noah' kommt bei bestimmten Reizen und Triggern zum Vorschein. Egal, ob Gespräche mit anderen Personen, ein Ausflug mit Freunden oder im Supermarkt – alles triggert ihn. Flughäfen, Festivals und Bahnhöfe sind meistens Orte, an denen Leo immer wieder für Aufsehen sorgt. Der Grund? Sein auffälliges Verhalten sorgt für Unmut bei anderen Menschen. Denn 'Noah' ist nicht so freundlich wie er und hat einen schwarzen, verachtenden Charakter. Wörter wie 'Du Bullenschwein!' haben ihm schon manchen Ärger mit der Polizei eingebrockt. In der Schule und auch in seinem Privatleben haben sich die meisten Menschen an seine Tics gewöhnt. Seine Hobbys? Aufklärung über Tourette auf Social Media. 'Mein Ziel ist es, mit Humor und völliger Offenheit darüber zu sprechen, sodass immer mehr Menschen wissen, was Tourette eigentlich ist und was die Krankheit eigentlich mit sich bringt.' Unterstützung bekommt er von Freunden und seiner Mutter Ellen. Leos grösster Wunsch: ein ganz normales Leben führen und nach seinem Abitur eine Ausbildung zum Rettungssanitäter machen. Diese Folge 'einfach Mensch' ist bereits am Vortag der Ausstrahlung ab 12.00 Uhr in der ZDFmediathek verfügbar. Weitere Informationen sind zu finden unter www.einfachmensch.zdf.de Die Sendereihe entsteht in Kooperation mit der 'Aktion Mensch'.
  10. Volle Kanne – Service täglich

    Themen: Welttag der Ozeane: Wie wir die Meere schützen können / Sieben-Schichten-Dip: Kochen mit Mario Kotaska / Wohnzimmer im Freien: Deko-Tipps von Ann-Kathrin Otto / Indexmieten – was ist erlaubt? Talk mit Mieterschützer André Juffern | Gäste: Barbara Meier (Model und Schauspielerin)

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    gemischte Themen
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2022
    Description
    Das ZDF-Magazin präsentiert prominente Gäste und viel Service am Morgen. Dazu gibt es Rezepte, Verbraucher- und Gesundheitstipps sowie Trends rund ums Wohnen, um Garten, Sport und Mode.
    Rerun
    W
  11. Friesland

    Unter der Oberfläche

    Category
    Krimireihe
    Production information
    Thriller
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2021
    Description
    Bestatter Habedank bietet Kunden eine 'digitale Nachlassverwaltung' an. Denn Social-Media-Accounts, E-Mail-Postfächer und Dating-Apps müssen gekündigt, gelöscht oder stillgelegt werden. Als eine Kundin jedoch plötzlich stirbt, hat der rührige Bestatter nicht nur die Polizei am Hals, sondern auch die Anwältin des Witwers, Svantje Oltmann. Diese stellt im Namen ihres Mandanten Hinnerk Schwidden einen Anspruch auf das digitale Erbe. Die Polizisten Süher Özlügül und Henk Cassens finden heraus, dass Sühers Bruder Yunus als 'Digital Native' für Habedanks neuen Geschäftszweig angestellt wurde. Allerdings hat Yunus sich einen derben Spass erlaubt und Karten mit einem missverständlichen Aufdruck an Kunden verschickt. Auch das Opfer, Anneke Schwidden, hatte eine solche Karte erhalten. Dass das eher wie eine Erpressung aussieht und kein Kavaliersdelikt ist, wird Sühers Bruder erst so richtig bewusst, als er plötzlich unter Mordverdacht steht. Süher und Henk wollen Yunus' Unschuld beweisen, doch dann verschwindet Yunus spurlos. Ist er auf der Flucht, oder hat er sich mit den falschen Leuten angelegt? Unterdessen taucht eine mysteriöse Frau in Leer auf. Muriel Danneberg hat offenbar ein Auge auf Habedank geworfen, jedoch aus rein beruflichem Interesse. Kann Kriminalhauptkommissar Jan Brockhorst zur Aufklärung der Frage beitragen, was Dannebergs Besuch zu bedeuten hat?
    Cast
    Maxim Mehmet, Sophie Dal, Theresa Underberg, Holger Stockhaus, Felix Vörtler, Yunus Cumartpay, Tina Pfurr
    Director
    Marc Rensing
    Script
    Markus B. Altmeyer
  12. Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule und Transgender

    Category
    Gesellschaft/Soziales
    Production information
    Partnerschaft
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2021
    Description
    Immer mehr Menschen bekennen sich dazu, dass sie anders lieben, als es althergebrachte Normen vorgeben. Wie offen können sie heute ihre Sexualität ausleben? Erst vor 27 Jahren endete die Strafverfolgung von Homosexuellen. Heute sehen sich 7,4 Prozent der Deutschen als sexuelle Abweichler, als 'queer' – ein Spitzenwert in Europa. Ist die Gesellschaft toleranter geworden? Ist die Homo-Ehe mittlerweile akzeptiert? Die Dokumentation 'Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule und Transgender' zeigt Menschen, die abseits der sexuellen Norm leben: einen schwulen Fussballklub in München, ein lesbisches Paar in Zürich, einen schwulen Polizisten in Wien, eine transsexuelle Politikerin. Wie wichtig war für sie das Coming-out? Wo stossen sie auf gesellschaftliche Grenzen? Was macht ihnen das Leben schwer? Benjamin und Chris aus Frankfurt beispielsweise sind seit über elf Jahren ein Paar. Die beiden konnten sich ganz offiziell das Jawort geben, denn seit 2017 ist in Deutschland die Ehe für alle erlaubt. Davon können Karin und Iris aus Zürich nur träumen. Sie haben zwei Kinder, doch eine gleichgeschlechtliche Ehe ist in der Schweiz noch immer verboten. In männerdominierten Berufen, in denen gern mal der Macho rausgelassen wird, haben es Homosexuelle nach wie vor schwer. Der schwule Wiener Polizist Dominique Schibler engagiert sich deshalb bei den 'GayCopsAustria'. Der Verein sieht sich als Anlaufstelle für schwule, lesbische und Transgender-Beamte, will Vorurteile innerhalb der österreichischen Polizei abbauen. Dominique berichtet von offenen und verdeckten Diffamierungen schwuler Polizisten im Berufsalltag. Wie schwer es die Gesellschaft jungen Menschen macht, zu ihrer sexuellen Identität zu finden, zeigt das Beispiel der jungen Helen, die in der niederrheinischen Provinz lebt. Sie hat sich ihrer Mutter per Brief geöffnet – zu gross war die Angst vor Ablehnung und Zurückweisung. Ihre Freundinnen in der Schule wussten da längst Bescheid. 'Ein Coming-out ist wie ein Sprung vom Zehnmeterbrett. Jeder springt für sich allein', sagt Experte Johannes Kram. Er hat das Buch 'Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber ...' geschrieben. Er fordert weitere spektakuläre 'Coming-out-Aktionen', wie die kürzlich von 185 deutschen Schauspielern und Bühnenstars. Es muss noch eine Menge passieren, glaubt Kram. Noch immer ist 'schwule Sau' eines der beliebtesten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen und in den Fussballstadien. Wie schwer es ist, gesellschaftliche Muster aufzubrechen, weiss auch Tessa Ganserer. Sie ist die erste deutsche Politikerin, die sich als transsexuell geoutet hat. Ganserer sitzt im bayerischen Landtag und muss Wähler für sich gewinnen. Sie will bald für ihre Partei Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag einziehen. Sie berichtet, wie sehr sie unter dem 'falschen Leben', dem früheren Versteckspiel, gelitten hat. In osteuropäischen Ländern wie Polen oder Ungarn wird die Lage für queere Menschen immer schwieriger. Kleinstädte und Gemeinden werden zu 'LGBTQ-freien Zonen' erklärt, Anfeindungen und Übergriffe auf 'Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer' nehmen zu. Könnte der neue Hass auf sexuelle Minderheiten auch auf uns übergreifen? Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer zeigen mit ihrer Dokumentation, wie Europa mit sexuellen 'Abweichlern' umgeht. Welche Hürden müssen Schwule und Lesben überwinden, welche Erfahrungen haben Transsexuelle gemacht? Sind wir auf einem guten Weg in eine offene, buntere Gesellschaft?
  13. ZDFzoom

    Themen: Geimpft – und nun? Brennpunkt Pflegeheim

    Category
    Dokumentation
    Production information
    Gesundheit, Medizin
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2021
    Description
    Fast die Hälfte der Corona-Todesopfer in Deutschland lebte in Pflegeheimen. Die hohe Zahl der Toten und Infizierten zeigt: Es gelang nicht, die Schwächsten zu schützen. Wie ein Brennglas hat die Pandemie Defizite aufgezeigt, die schon zuvor bekannt waren. Auch nachdem die meisten Pflegebedürftigen und Mitarbeiter geimpft sind, bleibt die Lage angespannt und viele alte Menschen isoliert. Was läuft falsch in den Pflegeheimen? 'Wir dürfen uns aussuchen, ob wir den sozialen oder den Corona-Tod sterben', sagt Heimleiter Georg Huber. In der Coronapandemie ist der drastische Personalmangel besonders deutlich geworden. Zeitlicher Mehraufwand durch Hygienevorschriften und krankheitsbedingte Ausfälle machen eine gute Versorgung der Pflegebedürftigen immer schwerer. Demente und pflegebedürftige Menschen zu isolieren und in Quarantäne zu halten, hat sich in den meisten Fällen als unmöglich erwiesen, denn Nähe und Zuwendung sind im Pflegeheim unverzichtbar. Dabei war schon vor der Krise klar, dass die Heime ein Drittel mehr Personal brauchen, um Menschen am Lebensende gut versorgen zu können. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Bremen. Doch in der Pandemie haben bisher 9000 Pflegekräfte ihren Job aufgegeben, darunter auch viele Altenpflegerinnen und -pfleger. Die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege stehen schon lange in der Kritik, vor einigen Wochen scheiterten auch noch die Verhandlungen für einen einheitlichen Tarifvertrag in der Pflege. 'Ich glaube, die Problematik im Gesundheitssystem wird neben dem Klima eines der Hauptthemen sein. Die Gesellschaft muss erkennen, dass jeder Pflege braucht', ist der Altenpfleger und Aktivist Stefan Heyde überzeugt. Altenpflegerin Andrea Gabber liebt ihren Beruf. Doch auch sie kam in der Pandemie an ihre Grenzen. 'Man hat immer zu wenig Zeit für die Menschen', sagt die 36-Jährige. 'Die körperliche Pflege sehen die meisten nur, aber es ist vieles mehr. Dass man für die Menschen da ist und die Menschen auch für einen selber da sind. Dieses Geben und Nehmen ist so wichtig.' Die Hygieneregeln im evangelischen Altenheim in Bergneustadt, wo Andrea Gabber seit 16 Jahren arbeitet, sind immer noch streng. Nur wenige Besucher sind erlaubt, und die müssen vom Personal zusätzlich zu der normalen Arbeit getestet werden. Ehrenamtliche Helfer dürfen noch nicht wieder ins Haus, auch nicht der Friseur. Heimleiter Georg Huber ist weiterhin vorsichtig. Niemand weiss bisher, wie gut der Impfschutz ist. Für ihn steht fest: Die Politik muss handeln und den Pflegeberuf attraktiver machen, um den Personalnotstand zu beheben. 'Wenn klar ist, dass 140 000 Stellen fehlen, dann war das vorher klar, und dann ist das auch nach Corona klar. Dann ist das 2021 klar, und dann ist das 2022 klar – uns rennt die Zeit davon. Wir brauchen Unterstützung.' Wie konnte es in der Pandemie zu derart vielen Todesfällen in Pflegeheimen kommen, und wer trägt die Verantwortung dafür? 'ZDFzoom' zeigt, welche Einschränkungen auch nach der Impfung für alte Menschen bestehen, und fragt Pfleger und Angehörige, Politiker, Gesundheitsämter und Wissenschaftler, was sich jetzt dringend ändern muss. Mehr unter www.zoom.zdf.de
    Background information
    Das Doku- und Reportageformat wird jeden Mittwoch um 22.45 Uhr ausgestrahlt. Das Themenspektrum umfasst die Bereiche Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt.
  14. Die Tricks der Lebensmittelindustrie

    Hackfleisch, Wackelpudding & Co.

    Category
    Geld//Wirtschaft
    Production information
    Gesellschaft allgemein
    Produced in (country)
    D
    Produced in (year)
    2019
    Description
    Ob rosiges Hackfleisch, knusprige Fischstäbchen oder Wackelpudding: Die Lebensmittelindustrie hat für jeden Geschmack etwas im Angebot, doch oft trickst sie bei Zutaten und Verpackung. Für 'ZDFzeit' deckt Branchen-Insider Sebastian Lege auf, wie raffiniert Hersteller die Vorlieben der Kunden in Profit verwandeln. So bezahlen Veganer viel Geld für billige Zutaten, und das Wörtchen 'Typ' erlaubt es, teure Naturprodukte künstlich zu imitieren. Fischstäbchen, Back-Camembert oder Wiener Schnitzel sind nur einige Beispiele aus dem riesigen Angebot panierter Leckereien, die als Fertigprodukte im Supermarkt angeboten werden. Während Paniermehl zu Hause einfach aus altem Brot und Brötchen gemacht wird, ist die industrielle Panade-Herstellung eine Wissenschaft für sich. Produktentwickler Sebastian Lege zeigt beim Ortstermin, wie es funktioniert. Ausserdem zerlegt er beliebte Gerichte wie Fischstäbchen in ihre Einzelteile und demonstriert, wie wenig teures Produkt unter immer dickeren Panade-Schichten versteckt wird. Echten Waldmeister haben wohl die wenigsten Deutschen schon einmal gesehen – trotzdem ist Waldmeistergeschmack sehr beliebt, in Bowle zum Beispiel, vor allem aber als glibberiger grüner Wackelpudding für wenige Cent. Weil Waldmeister zu teuer wäre und in grossen Mengen auch schädlich sein kann, haben Lebensmittelchemiker schon früh eine künstliche Variante entwickelt – weit weniger komplex als das natürliche Aroma, aber so billig und vielseitig verwendbar, dass die meisten Menschen heutzutage das Imitat für das Original halten. Und Wackelpudding ist nicht das einzige Beispiel für solche Nachahmer-Produkte. Auch bei Pistazien-Eis oder Cappuccino-Pulver sorgen künstliche Aromen für eine Geschmacks- oder Duft-Illusion. Das Lebensmittelrecht schreibt vor, dass solche Imitate den Zusatz 'Typ' im Produktnamen tragen müssen – aber der wird auf der Verpackung oft trickreich versteckt. Dosentomaten sind in vielen Haushalten beliebt, vor allem als Sossengrundlage für Pasta oder Pizza. Sie sind preiswert und vor allem: Man muss sich nicht um die lästigen Schalen kümmern. Mit welchem Trick die Industrie das Schälproblem löst, das demonstriert Sebastian Lege in einer selbst gebauten Anlage. Für die hausgemachte Bolognese ist neben den Tomaten noch eine weitere Zutat entscheidend: Hackfleisch. Hygiene spielt dabei eine besonders grosse Rolle, denn Bakterien können sich auf dem Gehackten besonders leicht ansiedeln. An der Frischtheke gekauftes Hackfleisch muss deshalb möglichst rasch verzehrt werden. Doch wie ist das beim abgepackten? Dort sorgt eine sogenannte Schutzatmosphäre dafür, dass das Fleisch ungeöffnet fünf Tage oder länger haltbar bleibt. Ausserdem behält das Produkt eine rosige Farbe. Was steckt in dieser Schutzatmosphäre? Und gibt es unangenehme Nebenwirkungen dieses Schutzgas-Tricks? Ein Fall für Lege und das Lebensmittel-Labor. Wer Käse mag, aber auf tierische Produkte wie Milch verzichten möchte, kann auf ein wachsendes Angebot von Vegan-Käse zurückgreifen. Doch wie geht das überhaupt – Käse ohne Milch? Und welche weiteren Zutaten sorgen für die tierfreie Käse-Illusion? Lebensmittelexperte Sebastian Lege weiss die Antwort und stellt einen eigenen veganen Gouda-Ersatz her, den er von Testessern bewerten lässt. Produktentwickler Sebastian Lege zeigt auch in der zweiten Folge der 'Tricks der Lebensmittelindustrie', wie bei den Lieblings-Lebensmitteln der Deutschen geschummelt wird. Mal geht Lege vor Ort in die Fabrik, mal demonstriert er in seiner Food-Werkstatt, welche Verfahren und Zutaten in der Industrie zum Einsatz kommen. Und er testet mit Passanten, ob die Kniffe der Hersteller tatsächlich funktionieren.
    Episode number
    2
  15. Terra X

    Themen: Die Welt der Ritter (1/3): Männer in Eisen

    Category
    Technik/Wissenschaft
    Description
    Wann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Einer der ersten Ritter könnte Heinrich Tangel aus Tannroda in Thüringen gewesen sein. Mit seiner Geschichte beginnt die Zeitreise in die 'Welt der Ritter'. Wann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Tannroda in Thüringen gewesen sein. Mit seiner Geschichte beginnt die 'Terra X'-Zeitreise in die 'Welt der Ritter'. Gefahr droht. Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch deutsche Lande. In der Not ruft König Otto im Jahr 955 zur entscheidenden Schlacht. 7000 Panzerreiter versammeln sich auf dem Lechfeld, um den Feind endgültig zu schlagen. Einer der tapferen Kämpfer ist Heinrich Tangel aus Tannroda. Wie viele andere in Ottos Heer, ist er zunächst kein Ritter, sondern ein schlichter Kämpfer auf einem Pferd. Als Ritter bezeichnete man zunächst vor allem die Berufssoldaten zu Pferd. Tangel hingegen war ein freier Bauer, der nur in Kriegszeiten zum Waffendienst verpflichtet war und ansonsten seine Felder bestellte. Das Schicksal von Männern wie Heinrich interessiert Wissenschaftler heute ganz besonders, weil zu dessen Lebzeiten das Rittertum, wie wir es uns heute vorstellen, erste Formen annahm. Nach der gewonnenen Schlacht zeichnet König Otto die erfolgreichen Kämpfer aus und 'befördert' viele nichtadlige Reiter durch die Schwertleite zu Rittern. Diese Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war aussergewöhnlich. Adlig war man von Geburt, aber Ritter konnte man durch Tüchtigkeit werden. Allerdings gehörte auch das nötige Kleingeld dazu. Die Ausrüstungskosten waren enorm. Das Pferd allein kostete so viel wie zwölf Kühe, die Bewaffnung mehr als doppelt so viel. Das 'Terra X'-Experiment prüft, was ein Ritter für sein Geld erwarten durfte. Eine High-Speed-Kamera erlaubt einen nie gesehenen Blick darauf, wie genau ein Kettenhemd gegen Schwerter und Pfeile schützte. Rechtsmediziner Prof. Markus A. Rothschild und Militärhistoriker Roland Schewe kommentieren die Ergebnisse. Gegen Schwerthiebe und -stiche bot das Kettenhemd ausreichend Schutz, etwa wie eine Kevlarweste, die heute Soldaten und Polizisten tragen. Als dann allerdings verbesserte Langbögen und Armbrüste ins Spiel kamen, hatte das Kettenhemd ausgedient. Nur der Ritter in Vollpanzerung war gegen die Fernwaffen einigermassen geschützt. Heinrich hatte Glück, er erhält von seinem König eine Burg samt Land und Leuten. Sie sichert sein Einkommen. Wie im Mittelalter eine Burg gebaut wurde, zeigt 'Terra X' in einem Langzeit-Experiment in Guédelon bei Paris. Hier wird eine Burg Stein für Stein nur mit mittelalterlichen Werkzeugen gebaut. Warum nur ein Bruchteil der europäischen Burgen heute noch erhalten ist, zeigt eine 3D-Animation der Belagerung und Stürmung einer frühen Burg, die so manchen 'Burgirrtum' widerlegt. Drei Folgen 'Terra X: Die Welt der Ritter' werden sonntags, 19.30 Uhr, ausgestrahlt.
    Episode number
    1