Joe Zawinul war einer der ganz Grossen des Jazz. Dieser Film sollte eigentlich zu seinem 75. Geburtstag gedreht werden, doch dann wurde es ein Film über sein Lebenswerk: Joe Zawinul starb während der Dreharbeiten im September 2007 - nur wenige Wochen nach dem Tod seiner geliebten Frau Maxine. Entstanden ist eine berührende Dokumentation über more... die Musik und das Leben eines der letzten Giganten des Jazz - ein Film aber auch über Freundschaften und eine grosse Liebe, den «Stars» zu dessen 80. Geburtstag, den Joe Zawinul am 7. Juli 2012 gefeiert hätte, nochmals zeigt.
Die Dreharbeiten zu «Joe Zawinuls Erdzeit» begannen im Mai 2006 und begleiteten ihn bei einer Vielzahl von musikalischen Projekten und Begegnungen - so auch bei der Entstehung seines letzten Studioalbums mit dem estnischen Dirigenten Kristjan Järvi und dem Absolute Ensemble. Der Film zeigt den gebürtigen Österreicher in seinem Haus in Malibu, mit Jazzgrössen wie Miles Davis, Friedrich Gulda oder Dinah Washington und während seines letzten, sensationellen Auftritts zusammen mit Wayne Shorter. . Joe Zawinul war einer der bedeutendsten europäischen Jazzmusiker. Mathias Rüegg, Bandleader des Vienna Art Orchestra, sagte einmal über seinen Kollegen: «Joe Zawinul war eigentlich der einzige europäische Musiker, der über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren amerikanische Jazzgeschichte geschrieben hat». Zawinul war Mitglied und teilweise kreativer Kopf berühmter Formationen wie dem Cannonball Adderley Quintet, Weather Report und Zawinul's Syndicate. . Zwei Welthits gingen aus dieser aussergewöhnlichen Musikkarriere hervor: «Mercy, Mercy, Mercy» mit dem Cannonball Adderly Quintet und «Birdland» mit Weather Report. Auch mit Miles Davis verband ihn eine enge, schöpferische Freundschaft. 1991 spielten sie noch einmal zusammen in Paris: «In A Silent Way» hiess das Stück, das Joe Zawinul für die charismatische Jazz-Ikone komponierte.